Am Ende …

… hatte ich gestern ungefähr 115 Farfalle …

Ungefähr 115, weil ich an sich nur geradeso bis drei zählen kann. Auf jeden Fall bin ich in dem Zeitfenster, das mir zur Verfügung stand, fertig geworden.

Geschmeckt haben sie uns allen und weil ich so fleißig war, haben der Gatte und ich heute noch einen Rest Farfalle fürs Abendessen. Den Rest fülle ich mit Kaufnudeln auf. Dann gibt es noch einen Tomatensalat und am Ende sind wir beide sicherlich pappsatt.

Die Dinge, die den heutigen Tag bisher ausfüllten, betrafen leider nicht so wirklich mein kleines Leben. Im Vordergrund stand doch mal wieder das überaus wichtige Leben meiner Mutter, welches sie aus ihrer Sicht völlig autark und ohne Hilfe bewältigen würde, so man sie denn ließe.
Das zum Leben ein wenig mehr gehört, als morgens Aufzustehen, abends Schlafenzugehen, zwischendurch die dargebotenen Speisen zu vertilgen, es manchmal zum richtigen Zeitpunkt aufs Klo zu schaffen, wenn nicht, dann eben nicht … und ansonsten sein Personal herumzuschubsen, übersieht sie dabei geflissentlich. Geht ja, das Personal spurt.

Ich spure jetzt auch … weil ich es gewohnt bin … und begebe mich in die Küche … weil der Gatte nach Hause gekommen ist und er und ich Hunger haben. Dem muss Abhilfe geschaffen werden.

1. Juli …

… grandios! Schon die Hälfte des Jahres vorbei und ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Eigentlich würde ich vermuten, dass sich die Zeit Dank Corona und der daraus entstandenen Einschränkungen wie Kaugummi an der Schuhsohle ziehen müsste. Ist aber nicht so. Die Zeit rast.

Die Zeit, die ich mit meinem Kind hatte, er ist am Montagabend gekommen, ist schon wieder fast vorbei. Am frühen Abend muss ich ihn zum Bahnhof bringen und ziehen lassen. Schade, es war wirklich angenehm seine Gesellschaft genießen zu können.
Da er in den Tagen hier ein bisschen Homeoffice gemacht und ein wenig studiert hat, wie gerade auch, hatte ich sogar etwas Zeit für mich.
Die habe ich super genutzt ;O). Neben dem normalen Haushaltsdingen (z.B. kochen, Staub bepüscheln, die Krümel der Männer beseitigen, meine Haare zusammenklauben …) habe ich auf den letzten Drücker die Steuererklärung für meine Mutter und für uns gemacht. Mit unserer wäre das mit dem letzten Drücker beinahe schief gegangen, weil ich mich nach meiner Steuernummer für mein Gewerbe halbtot gesucht habe. Selbst wenn ich dem Finanzamt nur mitteilen kann, dass ich wegen Corona keine Umsätze zu verzeichnen habe, kann ich das nur mit der Steuernummer, die sie mir aufs Auge … in den Ordner, in dem ich sie dann letztendlich fand, gedrückt haben.

Ganz im Gegensatz zu mir war meine Krankenkasse mal wieder unglaublich schnell. Am Montagmorgen um 07:42 Uhr haben sie mir über die Krankenkassen-App mitgeteilt, dass sie den Betrag überweisen werden. Haben sie gemacht. Gestern war das Geld auf meinem Konto.
Mal sehen, wie schnell die Zahnzusatzversicherung ist und ob es ihr gelingt zu erkennen, wofür sie alles ihren Anteil leisten sollen. Das ist nämlich nicht nur ihr Anteil an der Krone, sondern da gibt es noch ihren Anteil an den Freilegungskosten für das Implantat, eine Zahnreinigung und eine Füllung in dem Zahn vor der Implantat-Krone. Ich bin gespannt.

Genug geplaudert. Nun werde ich mich in die Küche begeben und Nudeln machen. Der Teig ist bereits fertig und sollte sich lange genug ausgeruht haben, sodass ich ihn durch die Nudelmaschine jagen kann. Wenn das getan ist, werde ich sehen, ob es mir gelingt Farfalle zu produzieren. Wenn mir das zu mühsam ist oder der „Schleifenkniff“ nicht halten will, gibt es Bandnudeln.