Pflegeheim

Man liest immer nur Schlechtes, Böses, Angst machendes über Pflegeheime, sodass niemand in ein Heim will und die Angehörigen vor diesem Schritt zurückschrecken. Aus meiner Sicht ist das völliger Unsinn. Darum möchte ich eine Lanze für Pflegeheime brechen und etwas Positives schreiben.

Vielleicht hatte ich einfach nur Glück bei meiner verzweifelten Suche nach einem Heimplatz, für die ich nur drei Tage hatte, aber in dem Heim, das ich für meine Mutter gefunden habe, geht es ihr gut. Viel besser als vorher in der eigenen Wohnung.
Die ganzen guten Geister des Pflegeheims haben an meiner Mutter, seit sie im April letzten Jahres dort eingezogen ist, wahre Wunder vollbracht.
Damals war sie bettlägerig, konnte tatsächlich quasi nichts mehr und weigerte sich an einer Besserung mitzuhelfen. Mit ganz viel Beharrlichkeit, Freundlichkeit, Zuwendung, Ignoranz dem störrischen Wesen gegenüber oder was auch immer, ist es ihnen allen zusammen gelungen, meine Mutter wieder mobil zu machen.
Anfang des Jahres hat sie es irgendwann geschafft sich aus eigener Kraft in den Rollstuhl zu hieven, mit viel Mühe, aber es ging und ein bisschen durch die Gegend zu rollern. Seit ungefähr April ist sie wieder allein mit ihrem Rollator unterwegs. Erst kleine Runden und bis zum Klo, was schon große Freiheit war. Inzwischen geht sie jeden Tag nach unten in den Garten, klaut Blumen und besucht ihre Freundin Leona, die Eselin. Den Ziegen, die mit Leona zusammenwohnen, sagt sie natürlich auch Hallo.
Einmal die Woche ist im Garten Gruppenturnen, was ihr viel Spaß macht und sie fürchtet sich schon davor, wenn sie nicht mehr in den Garten können, weil es zu kalt ist.
Außerdem ärgert sie sich über Corona, weil dadurch die ganzen Ausflüge, die sonst regelmäßig stattfinden, nicht stattfinden. Sie würde doch so gerne zu Pflanzen Kölle und sich selbst eine Orchidee kaufen. Vor allem nachdem sie herausgefunden hat, wie sie an Bares, also einen Teil ihres Taschengeldes, kommt … (Ich böse Tochter gebe ihr ja kein Bares … sie sollen im Heim kein Bargeld haben, weil geklaut wird oder die Alten sonst was damit machen. Ganz am Anfang sind bei meiner Mutter dreißig Euro, die sie noch bei sich hatte, verschwunden. Sie behauptet, sie wurde beklaut. Hat den … diejenige gesehen. Ich bezweifle das noch heute (vorher im Krankenhaus hat sie mir genau dieselbe Geschichte erzählt, da war aber nichts weg) und vermutet eher, dass sie das Geld jemandem in die Hand gedrückt hat und diesen Umstand vergessen hat … meine Mutter erkauft sich gern etwas … jemanden.)

Für meine Mutter ist der Aufenthalt im Heim ein echter Gewinn. Sie ist gut versorgt, muss sich um nichts kümmern und hat einen enormen Zugewinn an Bewegungsfreiheit.
Vorher allein in ihrer Wohnung ist sie die letzten beiden Jahre nicht mehr raus gekommen und die Selbstversorgung wurde in allen Bereichen immer schwieriger. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Als ich gestern bei ihr war und wir einen kleinen Ausflug mit dem Rollstuhl in den nahe gelegenen Park gemacht haben, hat sie, als wir auf unserer schon vertrauten Banke gesessen haben, einen Satz gesagt, der mich sehr betroffen und traurig gemacht hat. Sie hat gesagt: „Ich habe kein Zuhause, ich habe nur ein Zimmer.“
Ich habe erstmal nichts dazu gesagt, aber lange darauf herumgekaut … wozu gibt es, durch technische Probleme verursachte, verlängerte Zugfahrten und Nächte sonst?
Heute Vormittag habe ich ihr eine WhatApp zu dem Thema geschrieben … ja, manche Dinge lassen sich besser schreiben als sagen, gerade in unserem Mutter/Tochterverhältnis

Das schrieb ich ihr:

Du hast gestern einen Satz gesagt, der mich sehr betroffen und traurig gemacht hat.
Du hast gesagt, dass du kein Zuhause hast, sondern nur ein Zimmer.
Ich kann gut verstehen, dass du das so fühlst und will dir das gar nicht absprechen.
Trotzdem habe ich ein natürlich ein Aber …
Aus meiner Sicht hast du nicht nur etwas aufgegeben, sondern durchaus auch etwas im Heim gewonnen. Zum einen bist du versorgt, musst dir um die grundlegenden Dinge keine Sorgen machen oder dich nicht selbst um dich kümmern (einkaufen, Essen machen, sauber machen, waschen usw.), was dir immer schwerer gefallen ist.

Die meisten Pfleger und Pflegerinnen sind nett. Auch außerhalb des Heimes sind nicht alle Menschen toll und nett und man kommt nicht mit allen Menschen klar.
Was ich aber ganz wichtig finde: Du kannst dich wieder mehr bewegen. Du kommst alleine nach draußen in den Garten. Ja, er ist nicht groß, aber bietet Abwechslung und wenn Corona vorbei ist, wird es wieder Ausflüge und Veranstaltungen geben, an denen du teilnehmen kannst. Wie es mit dem Geld für Pflanzen Kölle geht, weißt du ja jetzt.
Wie oft bist du in den letzten zwei Jahren im Gürtlerweg alleine draußen gewesen? Zum Schluss gar nicht mehr, weil es gar nicht möglich war.
Du hast kein Zuhause, aber du hast ein Zimmer mit Bad und du hast Möglichkeiten und mehr Bewegungsfreiheit bekommen und eine echt gute Friseurin. Vielleicht ist das nicht viel und nicht all das, was du möchtest, aber besser als nichts und die letzte Zeit vor dem Heim (aus meiner Sicht).
Nicht böse sein, aber das wollte ich dir gerne sagen.

Sie hat es erstaunlich schnell gelesen, was nicht immer der Fall ist, manchmal findet sie Botschaften auch gar nicht, bzw. nur wenn man sie darauf hinweist und hat sich gemeldet. Sie hat angerufen und gesagt: „Das hast du falsch verstanden. Ich bin hier glücklich und sehr zufrieden. Es ist viel besser als vorher.“

Was ich mit diesen vielen Buchstaben nur sagen wollte:
Keine Angst vor Pflegeheimen. Es gibt gute. Höchstwahrscheinlich … nein, ganz bestimmt gibt mehr gute als schlechte Pflegeheime.
Hilfreich ist sicherlich, wenn man sich frühzeitig gemeinsam Gedanken darüber macht, sich umschaut, sich Heime anschaut.
Ich wäre mit meiner Mutter gern einen anderen Weg gegangen. Ich hätte sie das Heim gern selbst aussuchen lassen, weil immer klar war, dass ich sie nicht pflegen werde. Zum einen weil ich es nicht kann und zum anderen weil ich es nicht will.
Ja, ich kümmere mich immer noch um sie. Ich pflege sie nicht körperlich, aber ich kümmere mich um das ganze Drumherum, was nicht wenig ist, bin ständig in Kontakt mit ihr und erfülle Wünsche, Wünsche ohne Ende.

Ich werde sicherlich, wenn mir kein schnellerer Abgang vergönnt ist, auch einmal in einem Pflegeheim landen. Das ist völlig in Ordnung. Ich will nicht, dass mich jemand Nahes pflegen muss. Weder der Gatte, noch das Kind. Das möchte ich weder mir, noch den anderen zumuten. Gehört für mich auch nicht zum Leben dazu. Die Jungen oder die Partner müssen nicht automatisch die Pflege übernehmen. Die meisten können diese Aufgabe auch gar nicht leisten … zu viel Belastung in allen Bereichen und zu wenig Abstand.

Bunt …

… ist heute die Farbe meiner Gesamterscheinung.

Von unten nach oben – schwarze Schuhe, schwarze Strümpfe, dunkelblaue Jeans, weinrote mit schwarz, weiß und türkis gemusterte Bluse, Petrol/grün/türkis (anders türkis) Seidenschal, WindRegenjacke in Mint und dazu ein hoffnungsfroh grüner Rucksack … aber der Nagellack …

… passt zur Bluse.

Ich vergass die MundNaseBedeckung – dort wählte ich für die Hinfahrt dezentes Schwarz mit weißen Kringel, damit es nicht so bunt wird. Später zum Kindergeburtstag werde ich etwas anderes im Gesicht tragen.

E wie …

Einfach mal Bloggen.
Eigentlich sollte ich die Finger stillhalten, denn ich habe mir die Nägel lackiert. Uneigentlich fällt es mir unglaublich schwer die Finger still zuhalten … warum trocknet Nagellack nur so unglaublich langsam? Warum muss ich immer unbedingt etwas trinken, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich mir immer unbedingt die Nase putzen, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich immer aufs Klo, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Obwohl ich vorher auf dem Klo war, weil ich um den Umstand weiß …
Fragen über Fragen. Da birgt ein bisschen auf die Tasten hämmern die geringsten Gefahr auf Lackschäden.

Morgen beabsichtige ich nach Berlin zu fahren. Mal wieder meine Mutter besuchen und im Anschluss wollte ich zum Kind, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Mal sehen, ob der zweite Teil des Plans funktioniert. Gestern hat er mir nämlich quasi abgesagt. Mann fühlt sich kränklich. An sich sehr umsichtig, andererseits ist nicht jeder Schnotz in der Nase Corona. Ich schnotze und kratze des öfteren vor mich hin (ja, und je näher der Berlin Besuch rückt, um so schnotziger und kratziger im Hals werde ich … ein Schelm, wer an Psychosomatisches denkt :O)) ), aber bisher war entweder Heuschnupfen oder fröhliches Hypochondrieren.
Wie es auch sei, es wäre blöd, wenn er mir absagt. Zum einem, weil ich ihm dann nicht persönlich zum Geburtstag gratulieren kann und zum anderen, weil mein Reiseplan auseinander fällt. Ich habe dann dreieinhalb Stunden Zeit, die ich irgendwie totschlagen muss … müsste, um meinen gebuchten Zug zubekommen. Es ist nicht so, dass ich mich in Berlin nicht beschäftigen könnte, aber dafür sind dreieinhalb Stunden zu wenig. Ich muss immer erst von A nach B, um etwas machen zu können und dann wieder von B nach C, um meinen Zug zu erwischen. Und die Fahrerei dauert immer und einen Sicherheitspuffer Zeit brauche ich auch. So eine S-Bahn fällt gern mal aus.
Viele Buchstaben wenig Sinn – so er denn absagt, werde ich mir nach dem Besuch bei meiner Mutter, den man Dank Corona, auch nicht so flexibel (Wann wollen Sie kommen? Wie lange wollen Sie bleiben? Länger als zwei Stunden dürfen Sie sowieso nicht. Ins Zimmer dürfen Sie auch nicht, da Ihre Mutter nicht bettlägerig ist … blablabla … der Fragebogen, den ich jedes Mal ausfüllen muss, sei nur am Rande erwähntaber alles gut, ich kann es verstehen und wäre die Letzte, die sich gegen irgendwelche Auflagen aufregtich möchte dort nichts einschleppen

(meiner Mutter ist das völlig egal … wie wahrscheinlich vielen alten Menschen … die meistens fühlen sich unbesiegbar …)

und ich kann mir nie sicher sein, ob mich dieser blöde Virus, bei aller Vorsicht und Umsicht, nicht doch erwischt hat) gestalten kann, eine früheren Zug in die Heimat suchen.
Heute sah die Option günstig früher Zurückreisen zu können noch gut aus, aber der Gatte sprach schon, dass ich mir auch einen etwas teureren Rückzug leisten darf. Feiner Zug vom ihm.
Wer bis hierhin folgen konnte, ist einfach großartig … ;O)).

Der Nagellack scheint trocken zu sein, also kann ich mich in die Küche begeben und mit der Gestaltung des Abendessen (Brotsalat mit Champignonsomelett … eigentlich sollte es etwas anderes geben, aber in diesem Mahl sind diverse Reste verarbeitet, die dringend weg müssen) beschäftigen.
Von all dem anderen banalen Kram, wie zum Beispiel Haarseifen, wallendes Haupthaar Dank Corona und dem Mops, der aus der Küche kommt, der aber eigentlich keiner ist, weil er zu lange Beine hat, berichte ich ein anderes Mal.

P.S. Ganz egal, ob mir mein Kind morgen einen Korb gibt, ich werde morgen Abend ein Glas auf mein Wohl trinken. Für mich ganz allein.
Ja, tatsächlich auf mein Wohl. Das mache ich seit seinem 1. Geburtstag … an seinem Geburtstag fühlte ich mich Dank Kaiserschnitt (morgen schließt sich mal wieder ein kleiner Kreis – das Kind ist an einem Dienstagmorgen geboren) und dem Bestreben trotzdem so schnell möglich das Krankenhaus zu verlassen (ich tat es nach drei Tagen – früher wollten sie mich nicht gehen lassen) nicht in der Lage mit mir anzustoßen.
Aber seit seinem 1. Geburtstag mache ich das tatsächlich jedes Jahr.
Ja, es ist sein Geburtstag, aber ich habe ihn aus gebrütet und zur Welt gebracht und das darf ich mit mir und für mich feiern. Eins der wenigen Dinge auf die ich stolz bin.

Zurück zu den Wurzeln

Wer hier schon etwas länger liest … etwas viiiiel länger und diverse Umzüge mit mir mit gemacht hat, weiß, dass ich lange Zeit als Sprottenpaula gebloggt habe und dann der Meinung war, dass ich der Sprottenpaula entwachsen bin.
Ganz weg war die Sprottenpaula nie, weil es immer noch einen Sprottenpaula Blog bei Blogger, den ich damals extra eingerichtet habe, weil ich der vielen Nachfragen müde war, in dem meine kostenlosen Sockenmusteranleitungen herumlungern und anscheinend immer noch die strickende Menschheit erfreuen.
Ansonsten begleitet mich die Sprottenpaula auch noch auf so manchen Wegen und sei es nur als mein Spielername bei Pokemon Go.

Irgendwie bin ich mit der Herbstzeitlosen nie richtig warm geworden und da es mit dem Gewerbe auch nicht wirklich geklappt hat, weil ich zielsicher genau mit Corona zusammen an den Start gegangen bin, habe ich gestern meinen Shop und damit auch meine beiden Herbstzeitlosen-Manufaktur Domains gekündigt.
Da der Blog unter einer dieser Domains läuft, ist die Adresse irgendwann weg. Also braucht das Kind einen neuen Namen und was liegt näher als zur Sprottenpaula zurückzukehren.

Dieser Blog wird also in Bälde unter sprottenpaula.com laufen.

Ich habe mir diese Domain gesichert. Die de. Domain konnte ich mir leider nicht leisten. Das ist eine Premiumdomain und erfordert eine Einmalzahlung von 1425,14€ und dann die laufenden Kosten.
Mir ist das erste Mal klar geworden, dass ich einen Marktwert habe. Denn es kann nur ich gewesen sein, die diese Domain so interessant, im Sinne von gewinnbringend, gemacht hat.

Ich werde mich demnächst an die Blogänderungen machen. Mal sehen, ob es funktioniert und wir uns wieder lesen.

Der Zahn …

… ist Geschichte. Seine Entfernung und die Nachwehen, z.B. gab es drei Tage nur Tütensuppe mit dem Teelöffel gelöffelt, weil ich den Mund nicht weit genug aufbekam und nur so sicherstellen konnte, das nichts ins tiefe Loch läuft, hat mich einige Tage vom Leben leben abgelenkt.

Ich habe zwischendurch ein bisschen gemalt. Dafür braucht man weder den nicht mehr vorhandenen linken verkrüppelten Backenzahn, noch den vom Schnitt geplagten linken Zeigefinger. Herausgekommen ist als erstes das hier:

Das ist ein Verwandter vom guten alten Zahnputzkrokodil. Die Verbindung liegt nah, wenn man gerade mit einem Zahnverlust kämpft.

Danach habe ich den …

… gemalt. Erschien mir einfach zu Malen zu sein.

Ja, das auf seinem Rücken ist eine Chamäleon-Heuschrecke. Ob sie gefressen wird oder nicht, müssen die beiden miteinander ausmachen.
Gegenüber vom Chamäleon ist noch ein halbfertiger Gecko …

… zu entdecken. Irgendwie bin ich an dem abgestorben.
Maltechnisch bin ich sowieso gerade abgestorben. Dabei hatte ich gerade sie eine wunderbare Idee entwickelt. Ich will das Buch, indem sich schon das Kroko, das Chamäleon und der Gecko befinden, ganz mit Tieren befüllen. Die Liste der Tiere, die ich malen will ist bereits fertig. Ich müsste nur noch malen, aber … aber … aber irgendetwas hält mich ab.

Vorgestern hatte ich sogar noch eine Idee für Ö, welches gar nicht geplant war.
Als ich der großen Schwester eine erste schnelle Skizze per WhatsApp schickte und fragte, ob das als Tier zählen würde …

… gab es als Antwort: „Nur wenn du sie nicht isst und in Tomatensoße malst.“
Ich würde nie Fisch in Tomatensoße aus der Dose essen. Genauso wenig wie Ravioli, aber die zählen an der Stelle nicht, die sind kein Tier.

Sich in den Finger zu schneiden …

… ist an sich schon nicht so eine gute Idee, aber zu Coronazeiten ist die Idee, wenn man nicht genügend Pflaster im Haus hat noch viel dümmer.
Ich war leider am Sonntagabend, als ich dem Lachs die Haut gezogen habe, so dumm und haben mir sehr, sehr großzügig, sowohl was die Breite des Schnitts, als auch die Tiefe angeht, in den linken Zeigefinger geschnitten. Es hat zum einen den Vorteil, dass ich jetzt weiß, dass ich das Messer ganz ordentlich geschärft habe, aber den Nachteil, dass ich nun gezwungenermaßen regelmäßig ein Pflaster brauche. Leider ist unser Pflaster Bestand nicht mehr so groß. Das war mir schon eine Weile bekannt und ich war bereits bemüht gewesen diesen Pflastermangel zu beseitigen. Ging aber nicht. Hier ist in sämtlichen Drogerien, Apotheken und anderen Läden, in denen ich die von mir heiß begehrte Ware bekommen könnte, nichts zu finden. Ich möchte gar nichts besonderes, sondern das ganz normale, klassischen Heftpflaster. Einziges „Luxus Attribut“ ich will das von Hansaplast … ich hätte aber inzwischen, wenn ich welches gefunden hätte, auch 0815 Billigpflaster genommen, auch in dem Wissen, dass es nicht richtig kleben wird. Aber hier ist rein gar nichts zu bekommen.
Ja, ich kann wasserfestes, sensitives, antibakterielles oder was die Dinger noch alles können, bekommen. Will ich aber nicht. Unter den Dingern herrscht so ein Klima, dass die Wunde immer schwitzt … feucht ist. Das ist nicht gut. Außerdem haben die Dinger auch immer überall rundum Kleber, was ich nicht mag und nur vorgegebene Größen. Mein Finger hat aber seine ganz eigene, individuelle Größe.
Um endlich zum Punkt zu kommen: ich weiß nicht, was die Menschen mit Mengen von Heftpflaster machen … wofür sie sin der Corona Krise brauchen oder warum nicht ausreichend welches produziert wird, denn auch bei der Suche im Internet habe ich eine Weile gebraucht, bis ich jemanden gefunden habe, der mir Pflaster verkauft. Bis das geliefert wird, halte ich meine linke Hand ganz ruhig und teile mir das noch vorhandene Pflaster ein (die Abschnitte werden immer kleiner, langsam muss ich aufpassen, dass ich nicht zu klein abschneide und dann die Hälfte der Wunde rauskuckt) und versuche beim Händewaschen den linken Zeigefinger nicht dauernd unter Wasser zu setzen. Wird ja quasi auch nicht dreckig, wird schließlich geschont.

So eine böööööse Verletzung hat aber den Vorteil, dass ich mich, damit der Finger geschont wird, um andere Dinge kümmern kann. Ums Malen zum Beispiel.
Das NichtenKind hatte sich in Fridolin-Baltasar (ganz runterscrollen) und in den Schnecken fressenden Waschbären, …

… den ich für meine Schwester, als Begleitung der MundNaseBedeckungen, die ich ihr genäht hatte, mit in das Paket gelegt hatte, verliebt und stellte nun die Frage, wie sie an eines meiner Werke kommt.
Die Frage war quasi die Antwort und darum hat das NichtenKind von mir einen Ausdruck von Fridolin-Baltasar bekommen und ihr ganz eigenes Bild …

Dieses freundliche Alpaka hat sich heute auf den Weg zu ihr gemacht. Ich hoffe, es erheitert ihr den Arbeitsalltag, denn es soll an der Wand bei ihrem Schreibtisch hängen.

Ich hatte viel Spaß beim Malen und habe meinen Finger geschont. Gleich werde ich ihn noch ein wenig mehr schonen und noch ein bisschen malen. Morgen schone ich auch noch meinen Finger und beziehe nach dem Entfernen des linken verkrüppelten Backenzahns die dann entstandene Großraumlücke, die nachdem den richtigen Einsatz von Nadel und Faden hoffentlich nicht mehr so groß und klaffend ist, ins Schonprogramm ein.
Ich grusel mich nur ein ganz kleines bisschen vor morgen ………………………….

Schlecht schlafen …

… kann ich zwar schon recht lange gut (… übrigens – vielen Dank dafür liebe Wechseljahre, ihr seit einfach großartig), aber die heutige Nacht hat mich echt geschafft.
Dieses Mal war aber der Mond schuld. Er schien so hell und grell in mein Bett, dass ich nicht einschlafen konnte. Nicht Einschlafen können hat zwar den Vorteil, dass man auch nicht ständig aufwachen kann, um dann nicht einschlafen zu können, aber macht auch nicht froh.

Nach dem ich mich genug gedreht und gewendet hatte, bin ich entnervt aufgestanden und habe mich in mein Zimmer geschlichen, es mir gemütlich gemacht und ein bisschen gemalt.
Zuerst habe ich den Bummelz für den Gatten fertig gemalt.

Danach habe ich noch ein paar Kreise gemalt.

Höchst meditativ und tatsächlich entspannend.

Nachdem ich das Schwein, den Schmetterling und den Käfer in meinen Kreisen entdeckt hatte, war es zwanzig nach drei.
Anscheinend eine gute gute Uhrzeit um sich mit schmerzendem Kopf, kalten Füßen und müden Augen, die sich nach der Helligkeit und den vielen Kreisen nicht an die Dunkelheit gewöhnen wollen, anstoßfrei ins Bett zu schleichen. Eigentlich müsste ich nicht schleichen. Den Gatten weckt so leicht nichts, aber ich bin trotzdem sehr ehrgeizig bei meinen nächtlichen Streifzügen möglichst leise zu sein.
Das letzte Mal sah ich um 03:45 Uhr auf den Wecker. Danach bin ich dann doch endlich ins Schlafland gereist. Nicht lange, aber immerhin Augen zu und weg.
Heute zeigt sich allerdings deutlich, dass es in letzter Zeit mal wieder viel zu wenig Schlaf gewesen ist. Ich bin bleiern müde, ohne Antrieb, hab Kopfschmerzen, schleppe mich von Hausfrauenaufgabe zu Hausfrauenaufgabe und fresse alles auf, was sich mir in den Weg stellt oder was ich mühsam im Kühl- oder Vorratsschranks suchen muss … das aller deutlichste Zeichen, dass ich todmüde bin. Mir ist zwar nicht klar, wie Essen gegen Müdigkeit helfen soll, aber mein tiefstes Inneres wird es wissen. Ich vertrau ihm einfach mal, obwohl es definitiv nichts von Kleidergrößen und deren unbeugsame Bedeutung versteht …

„Wir fahren, wir fahren, …

… wir fahren nach Berlin!“, jubilieren heute Morgen die Grillen in meinen Kopf.

Sie sind mächtig aufgeregt und dementsprechend laut.

Vielleicht sollte ich mich mit ihnen bei der KopfGrillenSchule zur KopfGrillenErziehung anmelden.

P.S. MundNaseSchutz ist toll. Darunter kann man prima das schlaffe Doppelkinn verstecken 😁

Guten Tag

Ich bin nicht neu hier, aber vielleicht komme ich ab jetzt trotzdem wieder öfter. Vorgenommen habe ich es mir, aber ich hatte mir auch seit zwei Wochen vorgenommen zu bloggen … öööööööh…ja …

Ich weiß gar nicht mehr wie bloggen geht und kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass sich irgendjemand für mein graues, langweiliges Leben und meine Ansichten interessiert, aber ich versuch es …

Corona hat uns immer noch fest im Griff. Auch wenn man schon lange wieder Klopapier kaufen kann. Mehl geht auch schon eine Weile, wenn man nicht anspruchsvoll ist, was die Mehlsorte angeht.
Seit 14 Tagen können wir endlich wieder Hefe kaufen. Ja, hier gab es tatsächlich so lange keine Hefe.
Einmal habe ich mir 500g frische Hefe (die war und ist, weil ich sie portionsweise eingefroren habe und immer noch etwas habe, richtig super – ich hatte richtige Bäckerhefe bestellt. Das ist ein deutlich zu merkender Unterschied) bestellt und einmal habe ich mir Anfang Juni zwei Würfel aus Bayern mitgebracht, als wir meine Schwägerin und meinen Schwager ein paar Tage besuchen waren. Tolles Reiseandenken.
Gerade hat sich eine neue Versorgungslücke aufgetan. Es sind keine Einmalhandschuhe im örtlichen Handel, den ich unterstützen soll und will, wenn ich den könnte, zu bekommen. Also habe ich welche bestellen müssen. Für einen ganz erstaunlichen Preis. Über das Doppelte, was ich sonst dafür bezahle. Das hatte ich im örtlichen Handeln an den leeren Regalen aber auch schon gesehen. Nun bekomme ich Einmalhandschuhe aus Italien. Nein, sie sind nicht Grün-Weiß-Rot, sie sind schlicht schwarz.

Anfang des Monats hielt ich gerade ein neues smartes Phone in der Hand, als ich mir eine meiner Kronen raus gefallen ist. Ich dachte gleich: „Ups! Das sieht nicht gut …“ (es ist oben auf der linken Seite der letzte Backenzahn, den ich dort noch habe und somit leider unverzichtbar)
Der Zahnarzt meines Vertrauens war der gleichen Meinung, hat zwar noch tapfer auf dem nicht sehr großen Rest des Zahnes herumgebohrt, um die Karies zu entfernen und den Zahn und damit die Krone irgendwie zu retten, musste aber die Segel streichen und hat mich, mit der Bitte der Zahnentfernung und dem Einbau eines Implantats zum Kieferchirurgen überwiesen. Woraufhin ich das neue smarte Phone wieder vorsichtig in den Karton gepackt und zurückgeschickt habe. Geld ist leider nicht aus Gummi und mit einem smarten Phone kann man nicht kauen.
Nun habe ich Anfang August morgens um Neun eine Verabredung mit dem charmanten Kieferchirurgen, der mir flugs den linken, verkrüppelten Backenzahn entfernt. Drei Monate später schraubt er mir dann das Implantat in den Kiefer und dann darf der Zahnarzt eine Krone basteln … das Leben kann so schön sein. Endlich habe ich eine sinnvolle Beschäftigung und muss mir nicht überlegen, wie viel Geld ausgeben kann … Nörgs.

Dann habe ich mir, weil es für Stimmen noch nicht reicht, ein paar Grillen eingefangen und in meinen Kopf gesperrt, damit es nicht immer so schrecklich ruhig ist, weil ich alleine bin. Soll heißen: Ich habe einen Tinnitus.
Was ich daran total spannend finde, ist der Umstand, dass es allgemein heißt, es sind Ohrgeräusche. Darum wäre ich nie darauf gekommen, dass ich einen Tinnitus habe könnte. Ja, ich „höre“ die Grillen … das Fiepen … das Zirpen … das Flirren, wie auch immer ich es benennen will, aber es ist für mich ganz klar, dass es nicht mit meinen Ohren zu tun hat. Die Geräusche sind im Kopf. Naja, habe ich wenigstens mal was im Kopf und nicht nur um die Ohren.

Genau. Und weil ich so viel um die Ohren habe, mache ich jetzt Schluss und mich auf den Weg die Fahrratte (mein Fahrrad) vom Fahrraddoktor abholen.
Irgendwie hat sich die eine Vorderbremse festgesetzt. Was sich als hässliches Geräusch darstellte und die Felge warm werden ließ, als wir Sonntag eine Radtour machen wollten. Der Gatte war schon ganz erleichtert, als wir umgekehrt sind, dass die Radtour an ihm vorübergeht, aber nichts da. Im Keller steht noch das Ersatzfahrrad, welches ich schnell beatmet habe und dann konnte es losgehen. Nach 25 Kilometer war ich aber froh, dass der Weg nach Hause nur noch ein kurzer war. Mein zartes Gesäß wollte nicht mehr auf dem Sattel sitzen und das bitte gleich und sofort. Die nächste Radtour wird besser und länger (schnell durchstreichen, damit es der Gatte nicht sieht und vorgewarnt ist).