E wie …

Einfach mal Bloggen.
Eigentlich sollte ich die Finger stillhalten, denn ich habe mir die Nägel lackiert. Uneigentlich fällt es mir unglaublich schwer die Finger still zuhalten … warum trocknet Nagellack nur so unglaublich langsam? Warum muss ich immer unbedingt etwas trinken, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich mir immer unbedingt die Nase putzen, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich immer aufs Klo, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Obwohl ich vorher auf dem Klo war, weil ich um den Umstand weiß …
Fragen über Fragen. Da birgt ein bisschen auf die Tasten hämmern die geringsten Gefahr auf Lackschäden.

Morgen beabsichtige ich nach Berlin zu fahren. Mal wieder meine Mutter besuchen und im Anschluss wollte ich zum Kind, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Mal sehen, ob der zweite Teil des Plans funktioniert. Gestern hat er mir nämlich quasi abgesagt. Mann fühlt sich kränklich. An sich sehr umsichtig, andererseits ist nicht jeder Schnotz in der Nase Corona. Ich schnotze und kratze des öfteren vor mich hin (ja, und je näher der Berlin Besuch rückt, um so schnotziger und kratziger im Hals werde ich … ein Schelm, wer an Psychosomatisches denkt :O)) ), aber bisher war entweder Heuschnupfen oder fröhliches Hypochondrieren.
Wie es auch sei, es wäre blöd, wenn er mir absagt. Zum einem, weil ich ihm dann nicht persönlich zum Geburtstag gratulieren kann und zum anderen, weil mein Reiseplan auseinander fällt. Ich habe dann dreieinhalb Stunden Zeit, die ich irgendwie totschlagen muss … müsste, um meinen gebuchten Zug zubekommen. Es ist nicht so, dass ich mich in Berlin nicht beschäftigen könnte, aber dafür sind dreieinhalb Stunden zu wenig. Ich muss immer erst von A nach B, um etwas machen zu können und dann wieder von B nach C, um meinen Zug zu erwischen. Und die Fahrerei dauert immer und einen Sicherheitspuffer Zeit brauche ich auch. So eine S-Bahn fällt gern mal aus.
Viele Buchstaben wenig Sinn – so er denn absagt, werde ich mir nach dem Besuch bei meiner Mutter, den man Dank Corona, auch nicht so flexibel (Wann wollen Sie kommen? Wie lange wollen Sie bleiben? Länger als zwei Stunden dürfen Sie sowieso nicht. Ins Zimmer dürfen Sie auch nicht, da Ihre Mutter nicht bettlägerig ist … blablabla … der Fragebogen, den ich jedes Mal ausfüllen muss, sei nur am Rande erwähntaber alles gut, ich kann es verstehen und wäre die Letzte, die sich gegen irgendwelche Auflagen aufregtich möchte dort nichts einschleppen

(meiner Mutter ist das völlig egal … wie wahrscheinlich vielen alten Menschen … die meistens fühlen sich unbesiegbar …)

und ich kann mir nie sicher sein, ob mich dieser blöde Virus, bei aller Vorsicht und Umsicht, nicht doch erwischt hat) gestalten kann, eine früheren Zug in die Heimat suchen.
Heute sah die Option günstig früher Zurückreisen zu können noch gut aus, aber der Gatte sprach schon, dass ich mir auch einen etwas teureren Rückzug leisten darf. Feiner Zug vom ihm.
Wer bis hierhin folgen konnte, ist einfach großartig … ;O)).

Der Nagellack scheint trocken zu sein, also kann ich mich in die Küche begeben und mit der Gestaltung des Abendessen (Brotsalat mit Champignonsomelett … eigentlich sollte es etwas anderes geben, aber in diesem Mahl sind diverse Reste verarbeitet, die dringend weg müssen) beschäftigen.
Von all dem anderen banalen Kram, wie zum Beispiel Haarseifen, wallendes Haupthaar Dank Corona und dem Mops, der aus der Küche kommt, der aber eigentlich keiner ist, weil er zu lange Beine hat, berichte ich ein anderes Mal.

P.S. Ganz egal, ob mir mein Kind morgen einen Korb gibt, ich werde morgen Abend ein Glas auf mein Wohl trinken. Für mich ganz allein.
Ja, tatsächlich auf mein Wohl. Das mache ich seit seinem 1. Geburtstag … an seinem Geburtstag fühlte ich mich Dank Kaiserschnitt (morgen schließt sich mal wieder ein kleiner Kreis – das Kind ist an einem Dienstagmorgen geboren) und dem Bestreben trotzdem so schnell möglich das Krankenhaus zu verlassen (ich tat es nach drei Tagen – früher wollten sie mich nicht gehen lassen) nicht in der Lage mit mir anzustoßen.
Aber seit seinem 1. Geburtstag mache ich das tatsächlich jedes Jahr.
Ja, es ist sein Geburtstag, aber ich habe ihn aus gebrütet und zur Welt gebracht und das darf ich mit mir und für mich feiern. Eins der wenigen Dinge auf die ich stolz bin.

Guten Tag

Ich bin nicht neu hier, aber vielleicht komme ich ab jetzt trotzdem wieder öfter. Vorgenommen habe ich es mir, aber ich hatte mir auch seit zwei Wochen vorgenommen zu bloggen … öööööööh…ja …

Ich weiß gar nicht mehr wie bloggen geht und kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass sich irgendjemand für mein graues, langweiliges Leben und meine Ansichten interessiert, aber ich versuch es …

Corona hat uns immer noch fest im Griff. Auch wenn man schon lange wieder Klopapier kaufen kann. Mehl geht auch schon eine Weile, wenn man nicht anspruchsvoll ist, was die Mehlsorte angeht.
Seit 14 Tagen können wir endlich wieder Hefe kaufen. Ja, hier gab es tatsächlich so lange keine Hefe.
Einmal habe ich mir 500g frische Hefe (die war und ist, weil ich sie portionsweise eingefroren habe und immer noch etwas habe, richtig super – ich hatte richtige Bäckerhefe bestellt. Das ist ein deutlich zu merkender Unterschied) bestellt und einmal habe ich mir Anfang Juni zwei Würfel aus Bayern mitgebracht, als wir meine Schwägerin und meinen Schwager ein paar Tage besuchen waren. Tolles Reiseandenken.
Gerade hat sich eine neue Versorgungslücke aufgetan. Es sind keine Einmalhandschuhe im örtlichen Handel, den ich unterstützen soll und will, wenn ich den könnte, zu bekommen. Also habe ich welche bestellen müssen. Für einen ganz erstaunlichen Preis. Über das Doppelte, was ich sonst dafür bezahle. Das hatte ich im örtlichen Handeln an den leeren Regalen aber auch schon gesehen. Nun bekomme ich Einmalhandschuhe aus Italien. Nein, sie sind nicht Grün-Weiß-Rot, sie sind schlicht schwarz.

Anfang des Monats hielt ich gerade ein neues smartes Phone in der Hand, als ich mir eine meiner Kronen raus gefallen ist. Ich dachte gleich: „Ups! Das sieht nicht gut …“ (es ist oben auf der linken Seite der letzte Backenzahn, den ich dort noch habe und somit leider unverzichtbar)
Der Zahnarzt meines Vertrauens war der gleichen Meinung, hat zwar noch tapfer auf dem nicht sehr großen Rest des Zahnes herumgebohrt, um die Karies zu entfernen und den Zahn und damit die Krone irgendwie zu retten, musste aber die Segel streichen und hat mich, mit der Bitte der Zahnentfernung und dem Einbau eines Implantats zum Kieferchirurgen überwiesen. Woraufhin ich das neue smarte Phone wieder vorsichtig in den Karton gepackt und zurückgeschickt habe. Geld ist leider nicht aus Gummi und mit einem smarten Phone kann man nicht kauen.
Nun habe ich Anfang August morgens um Neun eine Verabredung mit dem charmanten Kieferchirurgen, der mir flugs den linken, verkrüppelten Backenzahn entfernt. Drei Monate später schraubt er mir dann das Implantat in den Kiefer und dann darf der Zahnarzt eine Krone basteln … das Leben kann so schön sein. Endlich habe ich eine sinnvolle Beschäftigung und muss mir nicht überlegen, wie viel Geld ausgeben kann … Nörgs.

Dann habe ich mir, weil es für Stimmen noch nicht reicht, ein paar Grillen eingefangen und in meinen Kopf gesperrt, damit es nicht immer so schrecklich ruhig ist, weil ich alleine bin. Soll heißen: Ich habe einen Tinnitus.
Was ich daran total spannend finde, ist der Umstand, dass es allgemein heißt, es sind Ohrgeräusche. Darum wäre ich nie darauf gekommen, dass ich einen Tinnitus habe könnte. Ja, ich „höre“ die Grillen … das Fiepen … das Zirpen … das Flirren, wie auch immer ich es benennen will, aber es ist für mich ganz klar, dass es nicht mit meinen Ohren zu tun hat. Die Geräusche sind im Kopf. Naja, habe ich wenigstens mal was im Kopf und nicht nur um die Ohren.

Genau. Und weil ich so viel um die Ohren habe, mache ich jetzt Schluss und mich auf den Weg die Fahrratte (mein Fahrrad) vom Fahrraddoktor abholen.
Irgendwie hat sich die eine Vorderbremse festgesetzt. Was sich als hässliches Geräusch darstellte und die Felge warm werden ließ, als wir Sonntag eine Radtour machen wollten. Der Gatte war schon ganz erleichtert, als wir umgekehrt sind, dass die Radtour an ihm vorübergeht, aber nichts da. Im Keller steht noch das Ersatzfahrrad, welches ich schnell beatmet habe und dann konnte es losgehen. Nach 25 Kilometer war ich aber froh, dass der Weg nach Hause nur noch ein kurzer war. Mein zartes Gesäß wollte nicht mehr auf dem Sattel sitzen und das bitte gleich und sofort. Die nächste Radtour wird besser und länger (schnell durchstreichen, damit es der Gatte nicht sieht und vorgewarnt ist).

Ich wollte nie …

… eine Küchenmaschine.

Kann ich alleine … brauche ich nicht … nimmt nur Platz weg, waren meine Aussagen dazu.

Stimmt auch alles, ABER jetzt habe ich eine und finde die sehr cool!

Während sie die niederen Arbeiten (zum Beispiel Eier, Zucker und Butter für Cookies verrühren) erledigt …

… kann ich mich um die höher klassifizierten Tätigkeiten, wie Klo putzen oder bloggen, kümmern.

Start up …

… für mehr Platz für mich in meinem eigenen Leben möchte ich das nennen, an dem ich mich gerade versuche.
Zu diesem Start up gehört auch der Versuch wieder regelmäßig zu bloggen. Dies sogar mit der Maßgabe ein wenig Geld damit zu verdienen.
Mal sehen wie weit und wohin es trägt und ob und wenn ja, wie schnell ich wieder an den Dornenhecken meines Lebens strauchle, mich verheddere, hängenbleibe und meine eigenen Ziele aus den Augen verliere.

Die letzten Monate waren wirklich hart, aber ich habe die Hoffnung, dass es irgendwann tatsächlich besser wird nicht aufgeben.

Nähen ist nach wie vor noch das, was mir im Moment am meisten Spaß macht und mich am besten ablenkt/entspannt.
Es sind schon viel schöne Rucksäcke und kleine Täschchen entstanden.

Unter anderem habe ich für meine Mutter, damit sie mehr Platz in ihrem Bett hat und nicht dauernd die vielen Kleinigkeiten aus dem Bett fallen, BettTaschen genäht.

Ich habe lange an etwas Sinn machendem herumgegrübelt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Tasche wird per Klettverschluss geschlossen. Es erschien mir als das einzig Sinnvolle, weil die kognitiven Fähigkeiten immer mehr nachlassen und so ein Klettverschluss leicht zu begreifen ist,

Diese Tasche ist ungefähr DINA4 groß. Es würde ein Schreibblock und diverser anderer Kleinkram hineinpassen. Ich hatte es eigentlich als Parkplatz für ihr Tablet gedacht.

Die Tasche wird ebenfalls per Klettverschluss an ihrem Bettgitter (nein, noch ist sie nicht eingeknastet, aber Pflegebetten haben zumindest auf einer Seite immer ein Bettgitter) befestigt, …

… ist also schnell angebracht, aber zum Beispiel zum Bett machen genauso schnell wieder entfernt.

Weil ich aus Erfahrung weiß, dass meine Mutter nie genug Platz haben kann, habe ich ihr noch eine zweite, etwas kleine BettTasche genäht.

Die ist in etwa DINA5 groß und funktioniert genauso.

Die Taschen haben großen Anklang gefunden. Sowohl bei meiner Mutter als auch beim Pflegepersonal.

Und weil gerade per WhatsApp von meiner Mutter folgende Frage kommt:

habe Propleme mit cookies, brauche ich die? sind sie kostenlos?was ist so toll an den Dingern.

Mache ich mich jetzt vom Acker und versuche ihr die Sache mit den so wenig tollen Internetkeksen zu erklären.