1. Juli …

… grandios! Schon die Hälfte des Jahres vorbei und ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Eigentlich würde ich vermuten, dass sich die Zeit Dank Corona und der daraus entstandenen Einschränkungen wie Kaugummi an der Schuhsohle ziehen müsste. Ist aber nicht so. Die Zeit rast.

Die Zeit, die ich mit meinem Kind hatte, er ist am Montagabend gekommen, ist schon wieder fast vorbei. Am frühen Abend muss ich ihn zum Bahnhof bringen und ziehen lassen. Schade, es war wirklich angenehm seine Gesellschaft genießen zu können.
Da er in den Tagen hier ein bisschen Homeoffice gemacht und ein wenig studiert hat, wie gerade auch, hatte ich sogar etwas Zeit für mich.
Die habe ich super genutzt ;O). Neben dem normalen Haushaltsdingen (z.B. kochen, Staub bepüscheln, die Krümel der Männer beseitigen, meine Haare zusammenklauben …) habe ich auf den letzten Drücker die Steuererklärung für meine Mutter und für uns gemacht. Mit unserer wäre das mit dem letzten Drücker beinahe schief gegangen, weil ich mich nach meiner Steuernummer für mein Gewerbe halbtot gesucht habe. Selbst wenn ich dem Finanzamt nur mitteilen kann, dass ich wegen Corona keine Umsätze zu verzeichnen habe, kann ich das nur mit der Steuernummer, die sie mir aufs Auge … in den Ordner, in dem ich sie dann letztendlich fand, gedrückt haben.

Ganz im Gegensatz zu mir war meine Krankenkasse mal wieder unglaublich schnell. Am Montagmorgen um 07:42 Uhr haben sie mir über die Krankenkassen-App mitgeteilt, dass sie den Betrag überweisen werden. Haben sie gemacht. Gestern war das Geld auf meinem Konto.
Mal sehen, wie schnell die Zahnzusatzversicherung ist und ob es ihr gelingt zu erkennen, wofür sie alles ihren Anteil leisten sollen. Das ist nämlich nicht nur ihr Anteil an der Krone, sondern da gibt es noch ihren Anteil an den Freilegungskosten für das Implantat, eine Zahnreinigung und eine Füllung in dem Zahn vor der Implantat-Krone. Ich bin gespannt.

Genug geplaudert. Nun werde ich mich in die Küche begeben und Nudeln machen. Der Teig ist bereits fertig und sollte sich lange genug ausgeruht haben, sodass ich ihn durch die Nudelmaschine jagen kann. Wenn das getan ist, werde ich sehen, ob es mir gelingt Farfalle zu produzieren. Wenn mir das zu mühsam ist oder der „Schleifenkniff“ nicht halten will, gibt es Bandnudeln.

Was inzwischen geschah …

… im Grunde nicht viel.

Wir haben uns bemüht gesund zu bleiben. bis hierher ist es uns gelungen und wird nun von außen, … nee innen unterstützt. Soll heißen: Der Gatte wurde letzten Donnerstag das zweite Mal geimpft. Ich wurde letzten Freitag das erste Mal geimpft. Worüber ich sehr froh bin. Denn ich bin tatsächlich die letzte im näheren Umfeld, die geimpft wurde. Nicht weil ich die jüngste bin, sondern weil ich immer die Arschkarte habe.

Ein weiterer erledigter Punkt in der Gesundheitsrubrik ist mein Zahnimplantat. Diese Baustelle wurde letzten Mittwoch beendet. In diesem Tag hat der Zahnarzt die Krone endlich final eingesetzt. Davor waren es nochmal bewegte acht Wochen mit mindestens einem Zahnarztbesuch in der Woche. Jetzt muss ich noch lernen mit der Ding zu kauen und dann ist hoffentlich alles fein und ich werde irgendwann sagen: „Ja, das hat sich gelohnt.“ Sowohl von den Kosten wie vom Aufwand. Beide Posten sind nicht unerheblich.

Vor vierzehn Tagen war ich nach acht Monaten das erste Mal wieder in Berlin und habe Mutter, Schwester und Sohn jeweils einen Kurzbesuch abgestattet. An diesem Tag hatte ich auch meinen ersten Coronatest … hach! wie aufregend. Eigentlich hätte ich einen negativen Coronatest vom Heim fordern müssen, so kontaktarm wie ich bin. Ich habe exakt zwei Kontakte: den Gatten und den Zahnarzt …bzw. der Kieferchirurg, als der noch am werken war.

Mein erster Quilt ist schon eine Weile fertig … exakter seit Ende März.

Einmal von vorne …

… einmal von hinten …

… einmal nackt an seiner Wirkungsstätte …

… und einmal mit allem drum und dran.

Ja, ich weiß – bunt und viel, aber ich mag es. Ich mag es sogar sehr. Und es darf auch so, weil es ist mein Zimmer.
Jedes Mal, wenn ich einen Blick auf den Quilt werfe, freue ich mich und bin sehr stolz den Quilt fertig bekommen zu haben.
Ein zweiter ist schon in Arbeit.

Zwölf Patches habe ich schon zusammen, aber in letzter Zeit ruhte die Patchnäherei, weil ich dem Gatten und mir T-Shirts genäht habe und dann überkam mich die allgemeine Lebenssinnkrise und ich wusste nicht, was ich und ob ich und wie ich und warum ich …

Ganz nebenbei stricke ich fremd, also im Auftrag eine Weste aus nicht von mir gesponnenem Alpakagarn. Kurz die „Schöne Helene“

Die „schöne Helene“ weil das Wolle spendende Alpaka Helene heißt und eine wirklich hübsche, aber vor allem verfressene ist.
Als Belohnung fürs Stricken bekomme ich das diesjährige Vlies von Bella zum Verspinnen. Bella ist das jüngste Alpaka in der Herde und eine schöne rotbraune. Ich hätte zwar lieber Helene, ja Helene selbst würde ich auch nehmen, wir können ganz gut miteinander, aber ich rede im Moment von ihren „Haaren“, gehabt, wegen der fast Schwärze ihrer Wolle, aber ihr Vlies war schon versprochen.

Der oben gezeigte Haufen wird eine Weste. Mehr geben die 1000g Garn, die mir zur Verfügung stehen, nicht her. Es ist kompakt gesponnen, dass es eine sehr geringe Lauflänge hat. Fünfmal habe ich das Ganze angefangen. Jetzt bin ich guter Hoffnung allen Aspekten des gewünschten Kleidungsstücks gerecht zu werden. Das Rückenteil ist fertig und das erste Vorderteil ist beim Armausschnitt. Ich komme nicht so wahnsinnig schnell voran, weil mich die dicken Nadeln (NS 9) und der Charakter des Garns beim Stricken sehr anstrengen.

So. Nun bin ich für heute fertig.

Moin

Da der allgemeine Lockdown, wobei der Ausdruck für uns nicht wirklich zutreffend ist, wohl verlängert wird, werde ich versuchen meinen persönlichen hier im Blog zu beenden. Vielleicht hat ja irgendjemand Lust mal etwas anderes als Coronazahlen und das ewige Hin und Her übers Impfen zu lesen.

Wir sind sind, trotz einige Kleinigkeiten …
– zum Beispiel brauchte der Gatte Anfang November ein neues Kästchen für sein Herz, weil bei seinem alten die Batterie überraschend keine Energie mehr hatte … er hat/wir haben großes Glück gehabt, dass er keine Coronainfektion mit nach Hause gebracht hat, 14 Tage nach dem er aus dem Krankenhaus raus war, haben sie dieses Krankenhaus wegen zu vieler Coronainfektionen dicht gemacht …
ich habe Mitte November mein Implantat bekommen … war nicht lustig und ist auch immer noch nicht wirklich lustig, aber ich hoffe, dass das besser wird, wenn er, der Kieferchirurg Ende März/Anfang April das ganze Gerümpel, dass er für den Übergang/für die Zeit des Einwachsens verbaut hat (vor allem diese komischen Bänder, die sich wie Oktopusse mit ihren Armen am Zahnfleisch des benachbarten Backenzahn festsaugen) entfernt,
… irgendwie ganz gut durch die letzten Monate gekommen.

Meine Mutter ist trotz diverser Corona Ausbrüche in ihrem Heim bisher auch um eine Infektion herumgekommen. Ich war sie Anfang Oktober das letzte Mal besuchen. Zwischendurch stand das Heim immer mal wieder unter Quarantäne, sodass ich sie nicht hätte besuchen können und ganz ehrlich – wahnsinnig motiviert meine Isolation zu verlassen, bin ich nicht. Das eine ist die Alten vor dem Virus zu schützen, aber eigentlich finde ich es viel wichtiger mich vor dem Virus zu schützen. Denn eine Infektion ist umgekehrt genauso möglich. Ich kann nicht nur etwas zu ihr reintragen, ich kann genauso etwas heraustragen und im Grunde ist dieser Fall tatsächlich viel wahrscheinlicher. Jedenfalls in meinem Fall.

Jetzt kommen ich zu den „kreativen“ Details meines Leben … ;O)
Weil mir Corona eine neue Frisur spendiert hat, meine Haare sind jetzt knapp kinnlang nachdem ich sie letztes Jahr am 27. Januar, nach einem Versuch des Wachsen Lassens, doch wieder richtig kurz schneiden ließ, habe ich mir gestern Scrunchies – zu deutsch Haargummis genäht.

Geht schnell, ist anspruchslos, was zu mir passt und passt zum Mundschutz …

… die Dinger taugen aber auch als Dekomaterial …

Morgen häng ich Donuts dran ;O)

… und können ordentlich wegsortiert werden …

… wenn ich sie nicht gebraucht werden, um einen Dödel auf den Kopf zu zaubern, damit ich mir einbilden kann, dass ich eine Frisur hätte.

Vielleicht verrate ich morgen, was ich vom Gatten großartiges für die Haare zu Weihnachten bekommen habe.

Jetzt gehe ich so anspruchsvolle Dinge machen wie Wäsche aufhängen.

Eigentlich sollte ich …

… jetzt im Zug Richtung Berlin sitzen, aber die hohen Infektionszahlen haben mich davon Abstand nehmen lassen.
Ich habe deswegen schon seit Tagen mit mir gerungen. Der Gedanke an die Fahrt hat mir im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen gemacht. Und weil es mich heute Nacht mal wieder partout nicht schlafen ließ, habe ich um drei Uhr die Entscheidung getroffen nicht zu fahren. Immerhin waren mir nach der Entscheidungsfindung ab kurz nach fünf Uhr dann doch noch eineinhalb Stunden Schlaf vergönnt. Besser als nichts …

Montag und Dienstag habe ich den Schweinehund überwunden und mich an die Nähmaschine gesetzt, um dem Kind, wie versprochen, endlich sein Hemd fertig zu nähen.
Im Februar hatte ich damit begonnen. Es dann aber, nachdem ich mich durch das Nähen der Schulterpasse inklusive Kragen gequält hatte, ans Regal in meinem Zimmer gehängt und mich an die Einrichtung des Shops gemacht. Dann kam Corona und die vielen, vielen MundNaseBedeckungen, die ich genäht habe und dann kam keine Lust, weil ich vermutete, dass die Sache mit Ärmeln auch nicht so leicht werden würde. Ich hatte recht mit meiner Vermutung, aber jetzt ist das Hemd fertig.

Ja, es hängt da etwas belämmert, aber irgendwie geht es nirgends besser, weil das passende Licht nicht an allen Stellen freiverfügbar ist.

Trotz aller Mühe ist es nicht perfekt. Ich würde mal so sagen: Es hat Charakter … (sind wir nicht alle ein bisschen schief? Da kommt es auf die eine oder andere Naht nicht an ;O) )

Kappnähte werden wohl nie meine große Leidenschaft werden. Am Ärmel erst recht nicht. Bis ich das alles gesteckt hatte und mich dann fünf Zentimeterweise durch den Ärmel geruckelt hatte, war ich mindestens noch fünf Jahre älter und grauer und das pro Ärmel. Aber ich war tapfer. Habe durchgehalten und nicht die Abkürzung gewählt einfach eine gerade Naht zu nähen und die dann mit der Overlock zu versäubern. Ginge ja auch. Stand aber nicht in der Anleitung und ich übe mich gerade im Anleitung befolgen … fällt mir echt schwer so ganz ohne ein „Ja, aber …“ anzubringen.

Auch wenn man es nicht wirklich gut sehen kann, hat das Hemd sogar eine Taillierung spendiert bekommen.
Wie es scheint, habe ich gleich beim ersten Hemd wirklich nichts ausgelassen.

Nach langem Hin und Her ist es mir tatsächlich gelungen den Kragen ans Hemd zu bekommen. Ich vermute allerdings, dass das Kind den obersten Knopf am Kragen nie zu bekommen wird, so lange er im Hemd steckt.

Aus meiner Sicht hat der Schnitt am Kragen eindeutig eine Schwachstelle. Mir ist es erst nachdem ich mir drei Videos angesehen habe, wie man einen Kragen näht, gelungen aus den mir zur Verfügung stehenden Teilen einen Kragen zu basteln.
Ein Teil hatte ich am Ende über. Das habe ich dann später genutzt um mich im Knopflöcher nähen und Knöpfe annähen zu üben. Sehr praktisch.
Schade ist, dass das Hemd weiter hier rumhängen wird und ich noch nicht erfahre, ob es passt. Vielleicht schicke ich es ihm mit der Post oder nehme es beim nächsten Mal mit.

Jetzt bin ich bereit für neue Taten und werde mir überlegen, was ich heute mit der durch Reiseabstinenz gewonnen Zeit mache.

Der Mensch an sich …

… ist dumm, aber lernfähig.

Es sei denn es handelt sich um einen Menschen vom Typ Egoist.

Wenn ich in einer Zeit, in der die ganze Welt mit einem ziemlich schlauen Virus kämpft, höre: „Sollte die Maskenpflicht im Freien kommen, mache ich nicht mit!“, dann macht mich das sauer. Sehr saurer.
Wenn ich dann noch weiß, dass diese Menschen andererseits beklagen, was für arme Menschen sie doch sind, weil sie zur Risikogruppe gehören, dann würde ich am liebsten nur noch laut schreien und ihnen an den Kopf klatschen, damit da drin eventuell etwas an den richtigen Platz rutscht und das Denken halbwegs funktioniert.
Wenn man schon meint zur Risikogruppe zu gehören, sollte man dann nicht von sich aus alles tun, um sich selbst zu schützen? Von anderen will ich gar nicht reden, weil ich ja vom Typ Mensch Egoist rede. Denn die anderen haben längst begriffen, dass wir alle zur Risikogruppe gehören. Wer weiß denn schon, wie schwer es einen trifft im Falle einer Infektion. Auch ohne irgendwelche Vorerkrankungen.

Was ist daran so schlimm sich ein Stück Stoff oder was auch immer ins Gesicht zu hängen und damit Mund und Nase, ja, bitte danke beides, zu bedecken? Aus meiner Sicht nichts. Ich habe mich an dieses Ding gewöhnt und ja, ich trage es freiwillig auch im Freien, wenn ich in unser Städtchen gehe, da ist es eng und es laufen ganz viele Menschen vom Typ Egoist durch die Gegend.
Am liebsten sind mir die, die ohne irgendwie an Hygiene und Abstand zu denken Niesen, Husten und auf die Straße rotzen und die, die den Sauerstoffschlauch in der Nase und die Zigarette im Mund haben, das dazugehörige Sauerstofffläschchen auf dem Rollator und die MundNaseBedeckung klemmt am Kinn. Begibt man sich dann ohne jeglichen Ab- und Anstand in den Supermarkt, zieht man die MundNaseBedeckung einen Tick höher, sodass immer die Unterlippe bedeckt ist … kann ich irgendwo verstehen – ich würde auch nicht gern mit meinem alten Zigarettenmief unter der Maske eingesperrt sein, dass muss widerlich stinken.
Als ich neulich bei der Frauenärztin war, hatte ich meinen Morgenkaffee noch nicht ausgedünstet und saß mit dem Mief unter der Maske fest, das war nicht sehr schön. Ich bin aber auch wirklich geruchsempfindlich, bestimmt liegt es daran. Andere werden wahrscheinlich gar nicht merken, was sie ausdünsten.

Ich habe mich sogar so an dieses Ding gewöhnt, dass ich in einem Geschäft regelmäßig einen Schreck bekomme und denke: Scheiße, du hast vergessen die Maske aufzusetzen. Habe ich aber nicht. Ich merke sie nicht mehr. Vermutlich weil ich mich nicht dagegen sperre.
Selbst wenn ich nach Berlin fahre und sie dann sechs Stunden oder länger am Stück trage, weil ich vom Zug direkt zu meiner Mutter fahre, macht mir das nicht aus. Ist eben so. Gehört im Moment dazu, um mich und andere zu schützen.
Und ganz ehrlich – die Mimik der Menschen fehlt mir auch nicht. Die meisten rennen doch eh mürrisch, schlecht gelaunt und mit verkniffenem Mund durchs Leben. Muss ich nicht sehen.
Mir reicht ein Blick in die Augen. Wenn jemand strahlt, gut gelaunt, freundlich, offen, entgegenkommend, positiv ist, sehe ich das in den Augen.

So, die ganz persönlichen Ansichten einer dummen Hausfrau mussten mal raus.

Ach, das fällt mir ein: Ich bin dafür, dass jeder, der sich gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ausspricht und sich so verhält, ein Schild tragen sollte, auf dem er genauso deutlich macht, dass er im Falle einer Infektion mit schwerem Verlauf auf jegliche intensivmedizinische Behandlung verzichtet.
Ja, auch diese Ansicht ist ganz persönlich.

Bunt …

… ist heute die Farbe meiner Gesamterscheinung.

Von unten nach oben – schwarze Schuhe, schwarze Strümpfe, dunkelblaue Jeans, weinrote mit schwarz, weiß und türkis gemusterte Bluse, Petrol/grün/türkis (anders türkis) Seidenschal, WindRegenjacke in Mint und dazu ein hoffnungsfroh grüner Rucksack … aber der Nagellack …

… passt zur Bluse.

Ich vergass die MundNaseBedeckung – dort wählte ich für die Hinfahrt dezentes Schwarz mit weißen Kringel, damit es nicht so bunt wird. Später zum Kindergeburtstag werde ich etwas anderes im Gesicht tragen.

E wie …

Einfach mal Bloggen.
Eigentlich sollte ich die Finger stillhalten, denn ich habe mir die Nägel lackiert. Uneigentlich fällt es mir unglaublich schwer die Finger still zuhalten … warum trocknet Nagellack nur so unglaublich langsam? Warum muss ich immer unbedingt etwas trinken, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich mir immer unbedingt die Nase putzen, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Warum muss ich immer aufs Klo, wenn ich mir gerade die Nägel lackiert habe? Obwohl ich vorher auf dem Klo war, weil ich um den Umstand weiß …
Fragen über Fragen. Da birgt ein bisschen auf die Tasten hämmern die geringsten Gefahr auf Lackschäden.

Morgen beabsichtige ich nach Berlin zu fahren. Mal wieder meine Mutter besuchen und im Anschluss wollte ich zum Kind, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Mal sehen, ob der zweite Teil des Plans funktioniert. Gestern hat er mir nämlich quasi abgesagt. Mann fühlt sich kränklich. An sich sehr umsichtig, andererseits ist nicht jeder Schnotz in der Nase Corona. Ich schnotze und kratze des öfteren vor mich hin (ja, und je näher der Berlin Besuch rückt, um so schnotziger und kratziger im Hals werde ich … ein Schelm, wer an Psychosomatisches denkt :O)) ), aber bisher war entweder Heuschnupfen oder fröhliches Hypochondrieren.
Wie es auch sei, es wäre blöd, wenn er mir absagt. Zum einem, weil ich ihm dann nicht persönlich zum Geburtstag gratulieren kann und zum anderen, weil mein Reiseplan auseinander fällt. Ich habe dann dreieinhalb Stunden Zeit, die ich irgendwie totschlagen muss … müsste, um meinen gebuchten Zug zubekommen. Es ist nicht so, dass ich mich in Berlin nicht beschäftigen könnte, aber dafür sind dreieinhalb Stunden zu wenig. Ich muss immer erst von A nach B, um etwas machen zu können und dann wieder von B nach C, um meinen Zug zu erwischen. Und die Fahrerei dauert immer und einen Sicherheitspuffer Zeit brauche ich auch. So eine S-Bahn fällt gern mal aus.
Viele Buchstaben wenig Sinn – so er denn absagt, werde ich mir nach dem Besuch bei meiner Mutter, den man Dank Corona, auch nicht so flexibel (Wann wollen Sie kommen? Wie lange wollen Sie bleiben? Länger als zwei Stunden dürfen Sie sowieso nicht. Ins Zimmer dürfen Sie auch nicht, da Ihre Mutter nicht bettlägerig ist … blablabla … der Fragebogen, den ich jedes Mal ausfüllen muss, sei nur am Rande erwähntaber alles gut, ich kann es verstehen und wäre die Letzte, die sich gegen irgendwelche Auflagen aufregtich möchte dort nichts einschleppen

(meiner Mutter ist das völlig egal … wie wahrscheinlich vielen alten Menschen … die meistens fühlen sich unbesiegbar …)

und ich kann mir nie sicher sein, ob mich dieser blöde Virus, bei aller Vorsicht und Umsicht, nicht doch erwischt hat) gestalten kann, eine früheren Zug in die Heimat suchen.
Heute sah die Option günstig früher Zurückreisen zu können noch gut aus, aber der Gatte sprach schon, dass ich mir auch einen etwas teureren Rückzug leisten darf. Feiner Zug vom ihm.
Wer bis hierhin folgen konnte, ist einfach großartig … ;O)).

Der Nagellack scheint trocken zu sein, also kann ich mich in die Küche begeben und mit der Gestaltung des Abendessen (Brotsalat mit Champignonsomelett … eigentlich sollte es etwas anderes geben, aber in diesem Mahl sind diverse Reste verarbeitet, die dringend weg müssen) beschäftigen.
Von all dem anderen banalen Kram, wie zum Beispiel Haarseifen, wallendes Haupthaar Dank Corona und dem Mops, der aus der Küche kommt, der aber eigentlich keiner ist, weil er zu lange Beine hat, berichte ich ein anderes Mal.

P.S. Ganz egal, ob mir mein Kind morgen einen Korb gibt, ich werde morgen Abend ein Glas auf mein Wohl trinken. Für mich ganz allein.
Ja, tatsächlich auf mein Wohl. Das mache ich seit seinem 1. Geburtstag … an seinem Geburtstag fühlte ich mich Dank Kaiserschnitt (morgen schließt sich mal wieder ein kleiner Kreis – das Kind ist an einem Dienstagmorgen geboren) und dem Bestreben trotzdem so schnell möglich das Krankenhaus zu verlassen (ich tat es nach drei Tagen – früher wollten sie mich nicht gehen lassen) nicht in der Lage mit mir anzustoßen.
Aber seit seinem 1. Geburtstag mache ich das tatsächlich jedes Jahr.
Ja, es ist sein Geburtstag, aber ich habe ihn aus gebrütet und zur Welt gebracht und das darf ich mit mir und für mich feiern. Eins der wenigen Dinge auf die ich stolz bin.

Sich in den Finger zu schneiden …

… ist an sich schon nicht so eine gute Idee, aber zu Coronazeiten ist die Idee, wenn man nicht genügend Pflaster im Haus hat noch viel dümmer.
Ich war leider am Sonntagabend, als ich dem Lachs die Haut gezogen habe, so dumm und haben mir sehr, sehr großzügig, sowohl was die Breite des Schnitts, als auch die Tiefe angeht, in den linken Zeigefinger geschnitten. Es hat zum einen den Vorteil, dass ich jetzt weiß, dass ich das Messer ganz ordentlich geschärft habe, aber den Nachteil, dass ich nun gezwungenermaßen regelmäßig ein Pflaster brauche. Leider ist unser Pflaster Bestand nicht mehr so groß. Das war mir schon eine Weile bekannt und ich war bereits bemüht gewesen diesen Pflastermangel zu beseitigen. Ging aber nicht. Hier ist in sämtlichen Drogerien, Apotheken und anderen Läden, in denen ich die von mir heiß begehrte Ware bekommen könnte, nichts zu finden. Ich möchte gar nichts besonderes, sondern das ganz normale, klassischen Heftpflaster. Einziges „Luxus Attribut“ ich will das von Hansaplast … ich hätte aber inzwischen, wenn ich welches gefunden hätte, auch 0815 Billigpflaster genommen, auch in dem Wissen, dass es nicht richtig kleben wird. Aber hier ist rein gar nichts zu bekommen.
Ja, ich kann wasserfestes, sensitives, antibakterielles oder was die Dinger noch alles können, bekommen. Will ich aber nicht. Unter den Dingern herrscht so ein Klima, dass die Wunde immer schwitzt … feucht ist. Das ist nicht gut. Außerdem haben die Dinger auch immer überall rundum Kleber, was ich nicht mag und nur vorgegebene Größen. Mein Finger hat aber seine ganz eigene, individuelle Größe.
Um endlich zum Punkt zu kommen: ich weiß nicht, was die Menschen mit Mengen von Heftpflaster machen … wofür sie sin der Corona Krise brauchen oder warum nicht ausreichend welches produziert wird, denn auch bei der Suche im Internet habe ich eine Weile gebraucht, bis ich jemanden gefunden habe, der mir Pflaster verkauft. Bis das geliefert wird, halte ich meine linke Hand ganz ruhig und teile mir das noch vorhandene Pflaster ein (die Abschnitte werden immer kleiner, langsam muss ich aufpassen, dass ich nicht zu klein abschneide und dann die Hälfte der Wunde rauskuckt) und versuche beim Händewaschen den linken Zeigefinger nicht dauernd unter Wasser zu setzen. Wird ja quasi auch nicht dreckig, wird schließlich geschont.

So eine böööööse Verletzung hat aber den Vorteil, dass ich mich, damit der Finger geschont wird, um andere Dinge kümmern kann. Ums Malen zum Beispiel.
Das NichtenKind hatte sich in Fridolin-Baltasar (ganz runterscrollen) und in den Schnecken fressenden Waschbären, …

… den ich für meine Schwester, als Begleitung der MundNaseBedeckungen, die ich ihr genäht hatte, mit in das Paket gelegt hatte, verliebt und stellte nun die Frage, wie sie an eines meiner Werke kommt.
Die Frage war quasi die Antwort und darum hat das NichtenKind von mir einen Ausdruck von Fridolin-Baltasar bekommen und ihr ganz eigenes Bild …

Dieses freundliche Alpaka hat sich heute auf den Weg zu ihr gemacht. Ich hoffe, es erheitert ihr den Arbeitsalltag, denn es soll an der Wand bei ihrem Schreibtisch hängen.

Ich hatte viel Spaß beim Malen und habe meinen Finger geschont. Gleich werde ich ihn noch ein wenig mehr schonen und noch ein bisschen malen. Morgen schone ich auch noch meinen Finger und beziehe nach dem Entfernen des linken verkrüppelten Backenzahns die dann entstandene Großraumlücke, die nachdem den richtigen Einsatz von Nadel und Faden hoffentlich nicht mehr so groß und klaffend ist, ins Schonprogramm ein.
Ich grusel mich nur ein ganz kleines bisschen vor morgen ………………………….

„Wir fahren, wir fahren, …

… wir fahren nach Berlin!“, jubilieren heute Morgen die Grillen in meinen Kopf.

Sie sind mächtig aufgeregt und dementsprechend laut.

Vielleicht sollte ich mich mit ihnen bei der KopfGrillenSchule zur KopfGrillenErziehung anmelden.

P.S. MundNaseSchutz ist toll. Darunter kann man prima das schlaffe Doppelkinn verstecken 😁

Guten Tag

Ich bin nicht neu hier, aber vielleicht komme ich ab jetzt trotzdem wieder öfter. Vorgenommen habe ich es mir, aber ich hatte mir auch seit zwei Wochen vorgenommen zu bloggen … öööööööh…ja …

Ich weiß gar nicht mehr wie bloggen geht und kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass sich irgendjemand für mein graues, langweiliges Leben und meine Ansichten interessiert, aber ich versuch es …

Corona hat uns immer noch fest im Griff. Auch wenn man schon lange wieder Klopapier kaufen kann. Mehl geht auch schon eine Weile, wenn man nicht anspruchsvoll ist, was die Mehlsorte angeht.
Seit 14 Tagen können wir endlich wieder Hefe kaufen. Ja, hier gab es tatsächlich so lange keine Hefe.
Einmal habe ich mir 500g frische Hefe (die war und ist, weil ich sie portionsweise eingefroren habe und immer noch etwas habe, richtig super – ich hatte richtige Bäckerhefe bestellt. Das ist ein deutlich zu merkender Unterschied) bestellt und einmal habe ich mir Anfang Juni zwei Würfel aus Bayern mitgebracht, als wir meine Schwägerin und meinen Schwager ein paar Tage besuchen waren. Tolles Reiseandenken.
Gerade hat sich eine neue Versorgungslücke aufgetan. Es sind keine Einmalhandschuhe im örtlichen Handel, den ich unterstützen soll und will, wenn ich den könnte, zu bekommen. Also habe ich welche bestellen müssen. Für einen ganz erstaunlichen Preis. Über das Doppelte, was ich sonst dafür bezahle. Das hatte ich im örtlichen Handeln an den leeren Regalen aber auch schon gesehen. Nun bekomme ich Einmalhandschuhe aus Italien. Nein, sie sind nicht Grün-Weiß-Rot, sie sind schlicht schwarz.

Anfang des Monats hielt ich gerade ein neues smartes Phone in der Hand, als ich mir eine meiner Kronen raus gefallen ist. Ich dachte gleich: „Ups! Das sieht nicht gut …“ (es ist oben auf der linken Seite der letzte Backenzahn, den ich dort noch habe und somit leider unverzichtbar)
Der Zahnarzt meines Vertrauens war der gleichen Meinung, hat zwar noch tapfer auf dem nicht sehr großen Rest des Zahnes herumgebohrt, um die Karies zu entfernen und den Zahn und damit die Krone irgendwie zu retten, musste aber die Segel streichen und hat mich, mit der Bitte der Zahnentfernung und dem Einbau eines Implantats zum Kieferchirurgen überwiesen. Woraufhin ich das neue smarte Phone wieder vorsichtig in den Karton gepackt und zurückgeschickt habe. Geld ist leider nicht aus Gummi und mit einem smarten Phone kann man nicht kauen.
Nun habe ich Anfang August morgens um Neun eine Verabredung mit dem charmanten Kieferchirurgen, der mir flugs den linken, verkrüppelten Backenzahn entfernt. Drei Monate später schraubt er mir dann das Implantat in den Kiefer und dann darf der Zahnarzt eine Krone basteln … das Leben kann so schön sein. Endlich habe ich eine sinnvolle Beschäftigung und muss mir nicht überlegen, wie viel Geld ausgeben kann … Nörgs.

Dann habe ich mir, weil es für Stimmen noch nicht reicht, ein paar Grillen eingefangen und in meinen Kopf gesperrt, damit es nicht immer so schrecklich ruhig ist, weil ich alleine bin. Soll heißen: Ich habe einen Tinnitus.
Was ich daran total spannend finde, ist der Umstand, dass es allgemein heißt, es sind Ohrgeräusche. Darum wäre ich nie darauf gekommen, dass ich einen Tinnitus habe könnte. Ja, ich „höre“ die Grillen … das Fiepen … das Zirpen … das Flirren, wie auch immer ich es benennen will, aber es ist für mich ganz klar, dass es nicht mit meinen Ohren zu tun hat. Die Geräusche sind im Kopf. Naja, habe ich wenigstens mal was im Kopf und nicht nur um die Ohren.

Genau. Und weil ich so viel um die Ohren habe, mache ich jetzt Schluss und mich auf den Weg die Fahrratte (mein Fahrrad) vom Fahrraddoktor abholen.
Irgendwie hat sich die eine Vorderbremse festgesetzt. Was sich als hässliches Geräusch darstellte und die Felge warm werden ließ, als wir Sonntag eine Radtour machen wollten. Der Gatte war schon ganz erleichtert, als wir umgekehrt sind, dass die Radtour an ihm vorübergeht, aber nichts da. Im Keller steht noch das Ersatzfahrrad, welches ich schnell beatmet habe und dann konnte es losgehen. Nach 25 Kilometer war ich aber froh, dass der Weg nach Hause nur noch ein kurzer war. Mein zartes Gesäß wollte nicht mehr auf dem Sattel sitzen und das bitte gleich und sofort. Die nächste Radtour wird besser und länger (schnell durchstreichen, damit es der Gatte nicht sieht und vorgewarnt ist).