Was inzwischen geschah …

… im Grunde nicht viel.

Wir haben uns bemüht gesund zu bleiben. bis hierher ist es uns gelungen und wird nun von außen, … nee innen unterstützt. Soll heißen: Der Gatte wurde letzten Donnerstag das zweite Mal geimpft. Ich wurde letzten Freitag das erste Mal geimpft. Worüber ich sehr froh bin. Denn ich bin tatsächlich die letzte im näheren Umfeld, die geimpft wurde. Nicht weil ich die jüngste bin, sondern weil ich immer die Arschkarte habe.

Ein weiterer erledigter Punkt in der Gesundheitsrubrik ist mein Zahnimplantat. Diese Baustelle wurde letzten Mittwoch beendet. In diesem Tag hat der Zahnarzt die Krone endlich final eingesetzt. Davor waren es nochmal bewegte acht Wochen mit mindestens einem Zahnarztbesuch in der Woche. Jetzt muss ich noch lernen mit der Ding zu kauen und dann ist hoffentlich alles fein und ich werde irgendwann sagen: „Ja, das hat sich gelohnt.“ Sowohl von den Kosten wie vom Aufwand. Beide Posten sind nicht unerheblich.

Vor vierzehn Tagen war ich nach acht Monaten das erste Mal wieder in Berlin und habe Mutter, Schwester und Sohn jeweils einen Kurzbesuch abgestattet. An diesem Tag hatte ich auch meinen ersten Coronatest … hach! wie aufregend. Eigentlich hätte ich einen negativen Coronatest vom Heim fordern müssen, so kontaktarm wie ich bin. Ich habe exakt zwei Kontakte: den Gatten und den Zahnarzt …bzw. der Kieferchirurg, als der noch am werken war.

Mein erster Quilt ist schon eine Weile fertig … exakter seit Ende März.

Einmal von vorne …

… einmal von hinten …

… einmal nackt an seiner Wirkungsstätte …

… und einmal mit allem drum und dran.

Ja, ich weiß – bunt und viel, aber ich mag es. Ich mag es sogar sehr. Und es darf auch so, weil es ist mein Zimmer.
Jedes Mal, wenn ich einen Blick auf den Quilt werfe, freue ich mich und bin sehr stolz den Quilt fertig bekommen zu haben.
Ein zweiter ist schon in Arbeit.

Zwölf Patches habe ich schon zusammen, aber in letzter Zeit ruhte die Patchnäherei, weil ich dem Gatten und mir T-Shirts genäht habe und dann überkam mich die allgemeine Lebenssinnkrise und ich wusste nicht, was ich und ob ich und wie ich und warum ich …

Ganz nebenbei stricke ich fremd, also im Auftrag eine Weste aus nicht von mir gesponnenem Alpakagarn. Kurz die „Schöne Helene“

Die „schöne Helene“ weil das Wolle spendende Alpaka Helene heißt und eine wirklich hübsche, aber vor allem verfressene ist.
Als Belohnung fürs Stricken bekomme ich das diesjährige Vlies von Bella zum Verspinnen. Bella ist das jüngste Alpaka in der Herde und eine schöne rotbraune. Ich hätte zwar lieber Helene, ja Helene selbst würde ich auch nehmen, wir können ganz gut miteinander, aber ich rede im Moment von ihren „Haaren“, gehabt, wegen der fast Schwärze ihrer Wolle, aber ihr Vlies war schon versprochen.

Der oben gezeigte Haufen wird eine Weste. Mehr geben die 1000g Garn, die mir zur Verfügung stehen, nicht her. Es ist kompakt gesponnen, dass es eine sehr geringe Lauflänge hat. Fünfmal habe ich das Ganze angefangen. Jetzt bin ich guter Hoffnung allen Aspekten des gewünschten Kleidungsstücks gerecht zu werden. Das Rückenteil ist fertig und das erste Vorderteil ist beim Armausschnitt. Ich komme nicht so wahnsinnig schnell voran, weil mich die dicken Nadeln (NS 9) und der Charakter des Garns beim Stricken sehr anstrengen.

So. Nun bin ich für heute fertig.

So.

Den letzten Schnee, auch in der hintersten schattigen Ecke, hat das schöne Wetter der letzten Tage schmelzen lassen. Wir hatten dann doch eine ganze Menge von dem weißen Zeug.
Ich weiß nicht, ob der Vogel, der diese seltsamen Spuren im schmelzenden Schnee auf unserem Balkon hinterlassen hat, …

… ein Freudentänzchen aufgeführt hat oder einfach nur auf dem glatten Balkonboden ausgerutscht und dabei diverse Male mit dem Schnabel aufgeschlagen ist.
Egal wie es und wer es war, es hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Was in dieser Zeit eine Seltenheit ist. Leider.
Böse Zungen behaupten das Lächeln würde hinter den Masken verschwinden, ich behaupte das Lächeln und auch das Lachen verschwindet nicht hinter den Masken, sondern immer mehr durch Corona aus unseren Leben.

Da wir die handgenähten Masken nicht mehr tragen dürfen und auf FFP2 Masken umgestiegen sind, habe beschlossen aus den Stoffresten der Maskenproduktion einen Quilt zu nähen.
Ich habe mich für die Methode entschieden einzelne Blöcke zu nähen, zu quilten und dann die Blöcke zu verbinden und das Binding zu machen. Erspart mir das Hin und Her Geschiebe eines riesigen Stückes.

Die ersten drei Patches waren diese:

Vom schielenden Zebra ist, bis auf ein bisschen Grün, nichts mehr übrig. Schade eigentlich.

Insgesamt habe ich inzwischen 20 Patches:

Fünf weitere habe ich heute zugeschnitten. Insgesamt brauche 35 Patches. Als ich Ende Januar begonnen habe, habe ich im Stillen gedacht: Wenn ich jeden Tag drei Patches nähe, habe ich den Quilt Ende Februar fertig.
Wie gut, dass ich das nur im Stillen dachte (fast ganz still … dem Gatten hatte ich es anvertraut, aber der schweigt still darüber oder hat es vergessen) und nicht an die große Glocke hing. Ich musste mich nämlich zwischendurch an Bubble-Kissen versuchen. Das erste ging gewaltig in die Hose, weil ich die Bubbles so voll mit Watte gestopft hatte, dass sie nach der zweiten Reihe so sperrig waren, dass sie nicht mehr unter die Nähmaschine wollten.

An sich wäre es bestimmt ein ganz hübsches Kissen geworden …

Da ich aber nicht so schnell aufgebe und manchmal aus Fehlern lerne, ist der zweite Versuch gelungen …

Das hat sich das Kind unter den Arm geklemmt, als er uns im Mitte Februar besucht hat.

Es hat die handliche Reisegröße von ca. 33 x 33 cm.

Danach kam das Masken-Bubble-Kissen, …

… welches auf unserem Sofa wohnt. Es ist ein bisschen größer. Ca. 40 x 40 cm.

So ganz bin ich mit der Anordnung der Bubbles nicht zufrieden, aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr die Dinger hin und her zuschieben, sondern war froh, dass sich dieselben „Farben“ nie direkt, also nicht an den Seitenkanten, berühren.

Heute habe ich das dritte Bubble-Kissen fertiggestellt. Das soll meine Mutter zum Geburtstag bekommen. Komischerweise musste ich, als es noch nicht fertig war und ich es von Weiten gesehen habe, immer an einen Eierkarton/eine Eierpappe denken …

Jetzt wo es fertig ist, habe ich die Assoziation nicht mehr.
Leider ist es mir auch bei diesem Kissen nicht gelungen, die Bubbles „fehlerfrei“ zusammenzusetzen. Ein Bubbles habe ich leider in der falschen Ausrichtung angenäht …

… ich hatte aber keine Lust zum Auftrennen. Das ist halt die persönliche Note.
Ein Bild vom fertigen Kissen gibt es noch nicht. Habe ich vergessen und jetzt ist es ein klein wenig zu spät oder früh? und zu lichtlos für ein Foto. Außerdem sollte ich zusehen, dass ich in dieser Nacht noch eine kleine Mütze Schlaf bekomme.