Schönreden

Es ist überhaupt nicht schlimm, das unsere Heizung schon wieder ausgefallen ist.
Es ist sogar ganz großartig. Wir verbessen damit unseren CO² Fußabdruck … sparen Heizöl … Energie … die Hamster im Keller in ihren Rädern brauchen auch mal eine Pause … der Heizungsmonteur muss Geld verdienen, damit zumindest er es warm hat … er wird schwitzen, weil wir seit dem 25.12. Dauerkunden sind …

Schönreden fertig. Jetzt wird gemeckert.


Ja, tatsächlich fiel am 25.12. so gegen 21:00 Uhr die Heizung aus. Ich bemerkte es so gegen 22:00 Uhr. Normalerweise hätte ich es auch schon früher bemerkt, da ich ein feines Gespür für ein sich veränderndes Raumklima habe. Am 25. war ich aber zu vertieft ins Puzzle gewesen.
An dem Abend war es noch unangenehmer als heute und an all den Tagen zwischendurch. Nicht weil Weihnachten war, sondern weil draußen -12° waren. Sehr, sehr unangenehm. Als der Heizungsmensch am 26. gegen 11:00 Uhr endlich kam, er hatte vorsorglich, weil es war ja Weihnachten, sein Notrufhandy abgestellt sehr nette, kompetente Firma, hatte wir noch knapp 14°. Nicht wirklich angenehm.
Zum Glück musste er nicht lange werkeln. Nach einer dreiviertel Stunde wurden die Heizkörper wieder warm. Leider nur für ein paar sehr kurze Stunden. Dann war sie wieder aus. Woraufhin wir wieder den Heizungsmenschen bemühen mussten.
Dieses Spiel spielen wir immer noch. Mit unterschiedlich langen Abständen zwischen den Besuchen des Heizungsmenschen. Mal sehen, wann es heute wieder warm wird.
Zurzeit sinkt die Temperatur alle zehn Minuten um 0,1°. Gerade steht auf der Thermometeranzeige 17,5°. Duschen fällt somit heute aus. Wir haben zwar warmes Wasser, aber ich jage mich doch nicht nach der warmen Dusche ins kalte Bad.

Unser zweites Problemkind ist unser Kabelanschluss. Der macht nämlich auch seit Weihnachten Probleme. Na gut, der macht schon seit einer Ecke vor Weihnachten Probleme. Probleme bedeutet, dass wir immer mal wieder kein Telefon, kein Internet und kein Fernsehen haben. Manchmal nur zwei Stunden, manchmal acht, manchmal aber vierundzwanzig Stunden und mehr. Auch nicht lustig … wobei – wenn ich wählen könnte, würde ich es immer vorziehen kein Telefon, kein Internet und kein Fernsehen zu haben und dafür nicht frieren zu müssen.
Erstaunlicherweise traten in der ganzen Zeit nie beide Ereignisse gleichzeitig auf. Eins von beiden ging immer.

Gegen das Telefon/Internet/Fernsehproblem haben wir Maßnahmen ergriffen. Eine Maßnahme. Wir haben den Anbieter gewechselt. Leider ist der Wechsel noch nicht vollzogen. Mit etwas Glück ist das Ende des Monats geschafft.
Gegen das Heizungsproblem können wir leider nichts tun. Da muss es erst der Eigentümergemeinschaft zu kalt werden, bis sich da etwas tut … entweder eine neue Firma engagieren, die sich um die Heizungsanlage kümmert oder vielleicht doch mal in eine neue Heizungsanlage investieren und vielleicht ausnahmsweise mal nicht das Billigste vom Billigen nehme, wie sonst üblich, und am Ende dann doch mehr zahlen, als wenn man es gleich anständig hätte machen lassen.

So. Jetzt koche ich mir eine große Tasse Tee, damit wenigstens die Hände warm werden.
… ich könnte mir auch einen großen Eimer mit warmen Putzwasser machen, dann würden nicht nur die Hände warm werden.
Aber mal ehrlich – Putzen nur weil mir kalt ist? Nee, wirklich nicht.

17,3°.