Das bisschen Haushalt …

… hat sich leider nicht alleine gemacht und der Einkauf für die nächste Woche auch nicht, aber jetzt bin ich fertig … nicht ganz, ich muss noch das Toastbrot aus dem Ofen zerren, wenn es fertig ist, aber das ist nicht wirklich viel Aufwand.
Da der Gatte es vorgezogen hat heute arbeiten zu gehen, statt mit der holden Gattin Zeit zu verbringen und zum Beispiel wie jede Woche einmal gemeinsam den Supermarkt zu plündern, musste ich den Einkauf für die nächste Woche alleine und zu Fuß bewältigen … ich will nicht zu laut jammern – der Gatte hat vorgestern schon die Getränke mitgebracht, damit ich die nicht schleppen muss.
Die Schlepperei war gar nicht so schlimm, weil ich einiges von dem, was ich haben wollte, nicht bekommen habe. Auch eine Art den Einkauf klein zu halten und zu sparen … irgendwie … vielleicht.

Als ich vom Einkauf zurückkam, hatte ich kurz überlegt, ob ich die Wäsche zum Trocknen rausstelle oder ob ich mich später etwas raussetzen will. Die Frage hat sich von ganz alleine beantwortet, als ich die Balkontür geöffnet hatte und der Wind mir alles von meinem Schreibtisch gefegt hat – nein danke, ich möchte heute nicht draußen sitzen. Den Platz überlasse ich gern der Wäsche. Ich habe die Bettwäsche zur Feier des Tage sogar angeklammert, so sehr weht es … Windgeschwindigkeit bis 65 km/h. Nichts für mich, aber der Wäsche macht es nichts. Die wird um so schneller trocken.

Ich läute jetzt für mich das Wochenende ein. Da ich den Gatten vorhin eingeladen habe mich heute zum Essen einzuladen, muss ich nicht kochen. Er bringt etwas vom schnöden Griechen mit, wenn er nach Hause kommt.
Bis dahin heißt es für mich: Sofa, Strickzeug, Glotze.
Ich habe mir gestern eine Anleitung gekauft und schon alles zurecht gelegt …

… ich will versuchen einfach mal stur nach Anleitung zu stricken … nichts besser, anders oder sonst wie machen … einfach den Kopf ausschalten und nur machen, was da steht. Kann eigentlich nicht so schwer sein … wird bestimmt total entspannend … man gebe mir die Kraft, die Gelassenheit, das Durchhaltevermögen und den starren Blick auf die Anleitung, damit das Vorhaben gelingt

Der Montag …

… startet wie der Sonntag mit Schnee.

Heute gibt es allerdings eine deutlich größere Portion Schnee als gestern. Es schneit immer noch, aber die Flocken werden immer größer, deutlich schwerer und feuchter. Das lässt vermuten, dass uns der anschließende Regen bald erreicht. Wobei mir der Schnee eindeutig lieber ist, weil es die Welt ein wenig heller macht, als der Regen.

Nachdem ich gestern einen Bericht über Taiwan und deren Umgang mit der Corona Pandemie gelesen habe, habe ich mich entschlossen für uns Mundschutze zu nähen und diese dann aus Respekt vor und zum Schutz der anderen im öffentlichen Raum, sprich beim Einkaufen, zu tragen.
Bei unseren täglichen Spaziergängen, die zwar auch im öffentlichen Raum stattfinden, aber eben draußen mit auf jeden Fall genügend freiem Raum und frischer Luft um mich rum, werde ich wohl aufs Tragen verzichten … wahrscheinlich … mal sehen.

Gestern hatte ich einen eher düsteren Corona Pandemie Tag.
In der Nacht hatte ich schlechter als schlecht geschlafen.
Immerhin haben die gut vier schlaflosen nächtlichen Stunden dazu beigetragen, dass ich mein ausgeliehenes Buch doch noch fertig lesen konnte, bevor die Bücherei es mir vom Reader zieht, weil die Leihdauer abgelaufen ist.
Dann gab es das tägliche, mühsame „Erklär mir jeden Tag aufs neue Corona von Anfang an und wann ist es zu Ende“ – Telefonat mit meiner Mutter.
Danach telefonierte ich mit der großen Schwester, die gerade schweren Herzens … noch schweren Herzens ihre KG-Praxis schließt. Quasi vorgezogener Ruhestand Dank Corona. Naja, besser jetzt und ohne Verluste, als später und mit einem großen Loch in der Tasche.
Leider kann ich sie zurzeit nicht durch körperliche Anwesenheit unterstützen. Es muss ein offenes Ohr, das Angebot der Übersendung eines langen LAN-Kabels und das Verfassen von Anschreiben zur Abwicklung der Praxis reichen. Nicht so schlecht, dass ich fast zehn Jahre in der Praxis gearbeitet habe und weiß worum es geht.

Was mich gestern ganz besonders belastet hat, ist die Perspektivlosigkeit.
Dieses keine Pläne machen können, weil ich nicht weiß, wie es, wann auch immer, weitergehen wird.
Das es weitergeht ist klar, aber die Welt wird eine andere sein.
Halt! Das ist falsch formuliert – Das Leben auf dieser Welt wird ein anderes sein.
Zumindest vorübergehend. Denn der Mensch vergisst gern die unangenehmen Dinge.
Es gab schon immer irgendwelche Viren, Seuchen, Erkrankungen, welcher Art auch immer, die die Menschheit ausgedünnt hat … vor große Herausforderungen gestellt hat. Danach strebte die Menschheit bisher immer weiter. Auch nach Corona wird es so sein.
Spannend wird sein, wer die Gewinner der Krise sind.

Ab jetzt wird alles besser (ironiean/aus)

Heute wäre nämlich unsere Abreise von Rügen gewesen. Somit müssen wir nicht mehr traurig sein, dass der Urlaub geplatzt ist und wir viele traumhafte Sonnenuntergänge verpasst habe. Das Wetter war nämlich die ganze Zeit, die wir auf der Insel gewesen wären, genauso schön wie vor drei Jahren zu unserer Hochzeit.

So wie oben drüber sah mein Schloss, indem wir geheiratet haben, und das Wetter 2017 am 24.03. aus und so sah es am vergangenen Dienstag aus, …

Im Moment hat das Schloss seine Pforten geschlossen und man kann nur im weiten Bogen herumgehen.
Ich habe noch nie ein Bild von meinem Schloss gemacht auf dem keine einziger Mensch ist. Eine völlig neue Erfahrung.

Um unseren Hochzeitstag und meinen Geburtstag gebührend zu feiern, sind wir abends essen gegangen … wir haben unser Essen von der Küche an den Esstisch im Wohnzimmer getragen. Es gab Zanderfilet auf einem Grüne Linsen Chicoree Tomaten Rague. Sehr lecker.

Dieser besondere Tag war zwar nicht wie geplant, aber wir haben im Rahmen der Möglichkeiten das Beste daraus gemacht.

Um nicht daran denken zu müssen, dass ich wegen diesem Corona Kram mein Kind nicht wie geplant am Wochenende hier begrüssen kann, werde ich mich ans Werk machen und ihm den Schal tatsächlich häkeln, den er sich gewünscht hat. Heute Morgen ist nämlich endlich die Wolle dafür gekommen.

Diese Statusänderung musste ich ihm natürlich gleich mitteilen:

Freut mich sehr, dass er ihm gefällt.

Falls ihr demnächst nichts mehr von mehr lest, liegt es daran, dass der Gatte und ich uns die Köppe eingeschlagen haben. Er hat, weil er, wie schon erwähnt, zur Risikogruppe gehört, seinen Urlaub bis zum 19.04. verlängert. So lange waren wir noch nie am Stück zusammengepfercht. Schon gleich gar nicht mit so wenig Auslauf.
Seit Montag weiß ich, dass ich ebenfalls zur Risikogruppe gehöre. Bisher hatte ich mich immer damit getröstet, dass ich nur Heuschnupfen habe und kein Corona. Nun weiß ich, dass mich der Heuschnupfen in die Risikogruppe einreiht. Fein, ich mochte ihn noch besonders gerne. War immer eher genervt von ihm. Das macht unser Verhältnis nicht besser. Ich würde mich gern von ihm distanzieren, schon seit Jahrzehnten, aber er ist und bleibt anhänglich und hält sich nicht an die Kontaktsperre.

Sonntag …

… im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Sonne strahlt verlockend vom blauen Himmel, den ein paar weiße Flauschwölkchen schmücken.
Irgendwie schon seltsam – kaum müssen wir drinnen sitzen, hört das ständige Grau in Grau und der ewige Regen, der uns seit Monaten begleitet hat, auf.
Der Frühling lässt sich nicht aufhalten und entfaltet seine kleinen Wunder tagtäglich ein wenig mehr und macht die Welt etwas bunter.
Das genieße ich sehr und versuche mehr denn je es bewusst wahrzunehmen.

Die Magnolie zum Beispiel, die ich aus dem Küchenfenster sehen kann, braucht nur noch wenige Tage bis sie ihre vielen, vielen Blüten öffnen wird. Eigentlich ganz schön, dass ich dieses Jahr auf jeden Fall da bin, um dieses Schauspiel bestaunen zu können.

Die Birke vor meinem Zimmer wird jeden Tag ein kleines bisschen grüner. Gestern Morgen hatte sie plötzlich sogar einen ganz besonderen Farbklecks abgekommen. Einer der Nachbarn hat an den unteren Ast ein rotes rundes Schaukelbrett für seine Enkelin gehängt.

Finde ich putzig und ich hoffe, ich kann die beiden bald beim Spielen beobachten. Ich hatte nämlich schon ein paar Mal, vor Corona, das Vergnügen Opa und Enkelin bei selbst ausgedachten Spielen auf der Wiese beobachten zu können. Das war immer sehr lustig und der Opa eine gute Kondition. Sicher sehr hilfreich.

Meine Mutter, die gestern Geburtstag hatte, hat sich überall die Gaben und die kleinen Freuden, die man ihr trotz der Coronakrise gemacht hat, sehr gefreut.
Das Heim war sehr rührig und mein Paket und sogar die bestellten Blumen kamen pünktlich bei ihr an. Die zurzeit üblichen drei Telefonate pro Tag gab es auch. Mehr kann man im Moment nicht tun.

Ich schaue jetzt mal, ob die Einsicht in meinen Backofen genauso positiv ausfällt. Vielleicht hat sich der Brötchenteig nun doch noch in Bewegung gesetzt. Vorhin wollte er nicht. Wenn es heute nichts wird mit den Brötchen liegt es an der Seitenbacher Trockenhefe. Das war die einzige, die wir … der Gatte bekommen hat. Ich hegte von Anfang an meine Zweifel, weil ich die Seitenbacher Produkte nicht mag und bisher auch keine guten Erfahrungen gemacht habe.
(Ja, das war jetzt unbezahlte AntiWerbung … so weit der nötige Hinweis, wobei ich mit Sicherheit nicht so viele Leser habe, dass das wirklich notwendig ist)

Einen schönen Sonntag wünsche ich!

Passt auf euch auf!

Bleibt gesund oder werdet es ganz schnell wieder!

Da ich noch keinen Plan …

… für den heutigen Tag habe und meine Hausschlappen vom morgendlichen Gang auf dem Balkon, um dem Gatten aus dem Haus zu winken, damit ich sicher sein zu kann, dass er weg ist, noch nicht trocken sind, habe ich Zeit und Muße zum Bloggen, bis ich einen Plan habe.

Außerdem muss ich euch erzählen, dass ich heute Morgen den Nikolaus erwischt und der Wohnung verwiesen habe, weil er alles vollgetropft hat …

Ja, er sieht schon ein bisschen arm aus, wie er da so im Regen steht, aber ich hatte trotzdem kein Erbarmen.
Warum? Weil er schlampig gearbeitet hat. Die Verpackung der Gaben für den Gatten hat er einfach hingehunzt …

Ich weiß auch warum. Weil er gestern Nachmittag während der Shopping Queen vor dem Fernseher eingeschlafen und immer nur in den Werbepausen und zur Endpräsentation wach geworden ist (ich vermute, dass er nichts wesentliches verpasst hat). Dann kam der Gatte auch noch früher als sonst nach Hause und so musste er sich sputen die Dinge ins Papier geknüllt zu bekommen. Dann lief auch noch der eigentlich geplante Plan schief … das sehr chice karierte Klebeband wollte auf dem ebenso chicen wie grafisch anderem Geschenkpapier nicht kleben, die auserwählten Stifte waren schon ein wenig fertig mit ihrem Stifteleben (aber konnte ich er vorher wissen, dass ich er nachher Stifte braucht? Der Plan war ja ein anderer) und die letzten fünfunddreißig Papiersterne hat er auch vor mindestens zehn Jahren geschnitzt.
Also ist das Ergebnis sehr mäßig bis mittelmäßig scheußlich.

Aber ich vermute, wenn er denn mal rechtzeitig anfangen würde, würde am Ende durchaus etwas hübsches herauskommen. Vielleicht schafft er es im nächsten Jahr rechtzeitig. dann muss ich ihn nicht in die Kälte rausschicken oder es regnet wenigstens nicht.

Da in mir ein Plan gereift ist, verlasse ich jetzt diesen Platz und begebe mich in die Küche und backe Kekse … vielleicht … vielleicht mache ich auch erst einmal KnusperCornFlakes in Schokolade … aber zuerst nehme ich auf jeden Fall den Fisch für die Fischfrikadellen heute Abend aus dem Tiefkühler … auf dem Weg in die Küche könnte ich ein wenig Kloreiniger ins Klo schütten und dann könnte ich mir noch den Staubsauger an den Hintern binden und anmachen … anmachen muss ich auch noch den Strom an des Gattens Schreibtisch, damit sich sein Schlepptop mit Strom vollsaugen kann … vielleicht sollte ich vorher noch ein Paket packen und mich bei meinem neuen Mobilfunkanbieter anmelden … ich glaube, ich haben doch noch keinen Plan … keinen guten Plan … eher einen losen, wild und wirr bekritzelten Zettel … habt einen schönen Nikolaus!

Stürmisch …

… ist es hier heute …

… so stürmisch, dass die Vögel heute alle rückwärts fliegen. Sieht sehr lustig aus und irgendwie sehen die Flattermänner so aus, als hätten sie eine Menge Spaß.

Wir haben das Gestürme genutzt und uns an unserem letzten Tag nach drinnen zurückgezogen und spielen unser neues „Mensch ärgere dich nicht – Spiel“ ein.

Zurzeit steht es 2:1 für mich. Meine Seehunde sind flink.

Unsere Flitterwochen …

… sind nach nun fast zwei Jahren definitiv vorbei! Ab heute wird mit härteren Bandagen gekämpft.

Ich habe mir nämlich ein neues Nudelholz gekauft …

Der Unterschied ist schon ziemlich deutlich …

Damit der Gatte weiß, was auf ihn zu kommt, habe ich ihm die Bilder natürlich gleich per WhatsApp geschickt. Nicht dass es ihn heute Abend unvorbereitet trifft.

Eigentlich habe ich ihm Bilder geschickt, weil ich die Verpackungsdimensionen mal wieder sehr unterhaltsam fand …

Der Paketmann dachte, es wäre eine Rute. Als ich ihm eröffnete, dass er gar nicht so schlecht lag, es sich aber um ein großes Nudelholz handelt, war das Gelächter groß. Ich vermute, er hat seinen Tag noch fröhlicher fortgesetzt, als er ihn schon begann.

Die lange langweilige Geschichte warum ich ein neues Nudelholz brauchte, erzähle ich ein anderes Mal. Jetzt muss ich unter die Dusche hüpfen und dann mit Dieter, dem grünen Hackenporsche, das große Paket mit dem neuen Rechnerhaus für den Gatten, das leider zu klein war und nun wieder zurückgeht, zur Post karren. Das wollte ich gestern schon machen, aber das grausige Wetter mit Sturm und Regen und Hagel im halbstündigen Wechsel, ließ mich davon Abstand nehmen und zu Hause bleiben.

Ich bin wirklich froh, dass das schlimmste Wettergetöse vorbei ist. Das war gestern wirklich heftigst.
Ebenso froh bin ich, dass meine Zwergweide standhaft blieb …

… und sogar in Bälde das erste Bienenfutter liefert.

Die neben der Zwergweide wohnenden Hornveilchen hat es schon ziemlich gebeutelt, …

… aber die sind zäh und erholen sich wieder.