1. Juli …

… grandios! Schon die Hälfte des Jahres vorbei und ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Eigentlich würde ich vermuten, dass sich die Zeit Dank Corona und der daraus entstandenen Einschränkungen wie Kaugummi an der Schuhsohle ziehen müsste. Ist aber nicht so. Die Zeit rast.

Die Zeit, die ich mit meinem Kind hatte, er ist am Montagabend gekommen, ist schon wieder fast vorbei. Am frühen Abend muss ich ihn zum Bahnhof bringen und ziehen lassen. Schade, es war wirklich angenehm seine Gesellschaft genießen zu können.
Da er in den Tagen hier ein bisschen Homeoffice gemacht und ein wenig studiert hat, wie gerade auch, hatte ich sogar etwas Zeit für mich.
Die habe ich super genutzt ;O). Neben dem normalen Haushaltsdingen (z.B. kochen, Staub bepüscheln, die Krümel der Männer beseitigen, meine Haare zusammenklauben …) habe ich auf den letzten Drücker die Steuererklärung für meine Mutter und für uns gemacht. Mit unserer wäre das mit dem letzten Drücker beinahe schief gegangen, weil ich mich nach meiner Steuernummer für mein Gewerbe halbtot gesucht habe. Selbst wenn ich dem Finanzamt nur mitteilen kann, dass ich wegen Corona keine Umsätze zu verzeichnen habe, kann ich das nur mit der Steuernummer, die sie mir aufs Auge … in den Ordner, in dem ich sie dann letztendlich fand, gedrückt haben.

Ganz im Gegensatz zu mir war meine Krankenkasse mal wieder unglaublich schnell. Am Montagmorgen um 07:42 Uhr haben sie mir über die Krankenkassen-App mitgeteilt, dass sie den Betrag überweisen werden. Haben sie gemacht. Gestern war das Geld auf meinem Konto.
Mal sehen, wie schnell die Zahnzusatzversicherung ist und ob es ihr gelingt zu erkennen, wofür sie alles ihren Anteil leisten sollen. Das ist nämlich nicht nur ihr Anteil an der Krone, sondern da gibt es noch ihren Anteil an den Freilegungskosten für das Implantat, eine Zahnreinigung und eine Füllung in dem Zahn vor der Implantat-Krone. Ich bin gespannt.

Genug geplaudert. Nun werde ich mich in die Küche begeben und Nudeln machen. Der Teig ist bereits fertig und sollte sich lange genug ausgeruht haben, sodass ich ihn durch die Nudelmaschine jagen kann. Wenn das getan ist, werde ich sehen, ob es mir gelingt Farfalle zu produzieren. Wenn mir das zu mühsam ist oder der „Schleifenkniff“ nicht halten will, gibt es Bandnudeln.

Veränderungen

Ich versuche gerade mein Leben zu einem besseren Ort für mich zu machen. Das ICH größer zu schreiben und zu denken, als das „die anderen“.
Keine leichte Aufgabe für mich, aber notwendig, weil die Depression und die Angststörung mich so fest im Griff haben, dass jegliche Gänge nach draußen ein Kampf mit mir selbst sind.
Noch bewältige ich es mein Leben, aber es ist, wenn ich jetzt nicht auf mich achte, definitiv nur eine Frage der Zeit, wann ich auch mit der größten Anstrengung nicht mehr über die Türschwelle komme.

Der heutige bessere Ort für mich sah vor, die Zahnarztrechnung für die Implantat-Krone zu begleichen und danach alles in die Wege zu leiten, um Teile des Geldes bei der Krankenkasse und der Zahnzusatzversicherung wieder einzutreiben.
Unglaublich was so eine kleiner Zahn für Berge von Papier verursacht.
Ein wirklich besserer Ort war es nicht, aber es ist erledigt und das gibt mir ein gutes Gefühl.
Jetzt hoffe ich, dass Krankenkasse und Versicherung schnell zahlen, damit das Loch in der Kasse gestopft wird.